So haben wir getestet

Finanztest hat die Verständlich­keit von Eigen­auskünften gemäß Paragraf 34 Bundes­daten­schutz­gesetz (BDSG) bei den fünf Wirt­schafts­auskunfteien Deutsch­lands untersucht. Die Auskünfte wurden von elf aktiv am Wirt­schafts­leben teilnehmenden Test­personen im Juli 2015 ange­fordert.

Finanztest-Qualitäts­urteil

Mit dem Finanztest-Qualitäts­urteil bewerten wir die Verständlich­keit und Trans­parenz dieser Eigen­auskünfte. Berück­sichtigt wurden nur die Informationen im Schreiben selbst. Weiterführende Informationen auf den Webseiten der Anbieter blieben unbe­achtet.

Inhalt (55 %)

Die Informationen sollten eindeutig, inhalt­lich trans­parent, voll­ständig und nach­voll­zieh­bar sein. Wir haben geprüft, ob klar erkenn­bar ist, welche Daten grund­sätzlich gespeichert und wann diese wieder gelöscht werden. Der Verbraucher sollte eine Über­sicht bekommen, welche konkreten Daten zu seiner Person gespeichert sind, und einen Hinweis, wie er bei falschen Werten vorgehen kann. Berechnete Wahr­scheinlich­keits­werte sollten eindeutig angegeben sein und erläutert werden, damit klar ist, aufgrund welcher Daten der Wahr­scheinlich­keits­wert berechnet wurde. Die Über­sicht sollte aufzeigen, welche Branchen Vertrags­partner einer Auskunftei sind. Sie sollte auch darauf hinweisen, dass gespeicherte Daten nur an Vertrags­partner über­mittelt werden, die ein berechtigtes Interesse an den Daten haben. Welche Daten an wen in den letzten zwölf Monaten über­mittelt wurden, sollte genannt werden.

Sprache (30 %)

Wir haben geprüft , ob Fach­begriffe der Verständlich­keit entgegen­stehen. Negativ bewerten wir Begriffe ohne Erklärung, vermeid­bare Fremdwörter, schwammige Formulierungen sowie zusammengesetzte Kunst­begriffe. Auch für ungebräuchliche Abkür­zungen sowie zu lange und verschachtelte Sätze gab es Punkt­abzüge. Für unsere Analysen haben wir auch vier verschiedene Lesbarkeits­indizes heran­gezogen. Sie zeigen, wie kompliziert ein Text ist, indem Satz- und Wort­längen mittels bestimmter Formeln verrechnet werden.

Lesbarkeit (15 %)

Wir haben anhand der typogra­fischen Gestaltung (Art und Anzahl der Schrift­größen, Umfang der Auszeichnungs­mittel für Text und Über­schriften, Zeilenlänge und -abstand) die Lesbarkeit analysiert. Außerdem wurde die grafische und optische Benutzerführung (Gesamt­aufbau, Glie­derung, Abgrenzung der Informations­blöcke, Hervorhebung von Über­schriften, Spalten und Titeln und tabellarische Lesbarkeit) bewertet.

Dieser Artikel ist hilfreich. 72 Nutzer finden das hilfreich.