Insgesamt 100 Anfragen: Dürftiges Ergebnis

Schufa Test

Finanztest hat 100 freie Mitarbeiter aus allen Postleitzahlengebieten im Oktober und November 2002 beauftragt, eine Selbstauskunft bei der Schufa einzuholen. 60 sollten dies per Post, 40 per Internet tun. Anschließend haben sie geprüft, ob die Daten aktuell und korrekt waren.

Die Mängelliste

  • 31 Tester bekamen Auskünfte, die vollständig und korrekt waren.
  • 7 Testpersonen bekamen von der Schufa überhaupt keine Antwort.
  • 22 Tester erhielten Auskünfte mit zum Teil veralteten Daten. Insgesamt waren 28 Einträge veraltet, etwa über längst gekündigte Girokonten, Kreditkarten oder Handyverträge.
  • 4 Testpersonen erhielten Selbstauskünfte, in denen völlig falsche Informationen standen. So fanden wir darin ein Girokonto, zwei Kreditkarten und zwei Handyverträge, die allesamt nicht existierten. In einer Selbstauskunft war ein Konto genannt, bei dessen Eröffnung der Tester einer Datenweitergabe an die Schufa durch Streichung der Schufa-Klausel auf dem Kontoeröffnungsantrag widersprochen hatte.
  • In 53 Auskünften fehlten insgesamt 121 Daten. Bei 85 Daten davon handelt es sich um ­solche, welche die Schufa-Vertragspartner nicht melden müssen. Die restlichen 36 fehlenden Daten sind meldepflichtig. Im Rahmen der Untersuchung konnte jedoch nicht überprüft werden, ob alle Kreditinstitute oder Unternehmen zum Zeitpunkt der Meldung Schufa-­Vertragspartner waren. Das Diagramm ermöglicht daher kein exaktes Urteil über die Meldedisziplin der Schufa-Vertragspartner.

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