Checkliste: Wenn Daten falsch sind

Haben Sie Zweifel, ob Ihre Schufa-Daten stimmen, dann nutzen Sie Ihre Rechte und schauen nach.

  • Selbstauskunft. Beantragen Sie eine Selbstauskunft. Per Post oder Internet werden 7,60 Euro fällig, im Schufa-Büro ist sie gratis. Schicken Sie eine Ausweiskopie mit. So geht es schneller.
  • Scorewert. Scorewerte sind extra zu beantragen (3 Euro Grundgebühr, je 1 Euro pro Score). Es gibt fünf verschiedene Scorewerte: Für Banken, Sparkassen und Genossenschaftsbanken, Handel, Versandhandel und für Telekommunikationsunternehmen. Ein Score wird nicht berechnet, wenn über Sie negative Daten wie Kreditausfälle vorliegen. Sie können der Scoreweitergabe widersprechen. Ob das ein schlechtes Licht auf Sie wirft, ist kaum abzuschätzen.
  • Reklamationen. Sind Daten falsch, reklamieren Sie bei dem, der sie gemeldet hat. Die Bank, Firma oder die Wohnungsgesellschaft muss sich kümmern. Falsche Daten müssen berichtigt oder gelöscht werden. Kann nicht geklärt werden, ob Daten stimmen, werden sie auf Antrag des Bürgers gesperrt. Bei Problemen vermittelt die Schufa. Bleiben Fragen, wenden Sie sich an das Regierungspräsidium Darmstadt, die Schufa-Aufsichtsbehörde.
  • Konsequenzen. Schadenersatzforderungen wegen falscher Einträge müssen Sie immer an den richten, der falsch gemeldet hat. Die Schufa darf darauf vertrauen, dass gemeldete Daten stimmen (Landgericht Stuttgart, Az. 21 O 97/01). Schäden können Ihnen entstehen, wenn etwa aufgrund falscher negativer Einträge ein laufender Kredit gekündigt wird oder Sie für Alltäglichkeiten wie einen Telefoneintrag wegen des falschen Eintrags besonderen Aufwand haben.

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