Schrottimmobilien Meldung

Bereits 2002 haben Käufer von Schrottimmobilien ihrem Ärger auf der Straße Luft gemacht.

Die enttäuschten Käufer von Schrottimmobilien gehen gegen die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) auf die Straße. Zahlreiche Anlegeranwälte und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) haben zu einer Großveranstaltung in Göttingen am 21. Februar 2004 aufgerufen.

Hintergrund der Veranstaltung (Göttinger Lokhalle am Hauptbahnhof, 12 Uhr) ist die aussichtslose Situation vieler Käufer von Steuersparimmobilien. Häufig stellten sich ihre Wohnungen nach dem Kauf als überteuert heraus, viele Käufer haben Probleme mit der Rückzahlung der Kredite.

Schätzungsweise 300 000 problematische Immobilien wurden durch Finanzvertriebe verkauft. Oft wurden sie von den Vertriebsleuten als „bankgeprüft“ beworben, die Kreditunterlagen hatten die Drücker gleich mit dabei.

Zwar können viele Käufer ihre Kreditverträge laut Gesetz widerrufen. Doch das bringt ihnen aufgrund der aktuellen Rechtsprechung des XI. Senats des BGH oft keinen Vorteil. Denn die meisten dürfen die Immobilie nicht zurück geben. Sie müssten aber die ausstehenden Raten auf einen Schlag an die Bank zurückzahlen.

Hoffnung macht den Käufern unterdessen ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof. Er überprüft, ob die bankenfreundliche Rechtsprechung des BGH korrekt ist.

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