Der Verkauf von Wohnungen zu über­höhten Preisen an meist ahnungs­lose Kunden hat im letzten Jahr zu heftigen Diskussionen um die Rolle der Notare geführt. Einige von ihnen hatten die zweifelhaften Verträge über sogenannte Schrottimmobilien beur­kundet, obwohl sie wussten, dass den Käufern keine Bedenk­frist zur Prüfung der Verträge gewährt worden war.

Die Vorschriften für Notare werden nun verschärft. Der Bundes­rat billigte im November eine Gesetzes­initiative des Landes Berlin, die Verbraucher künftig vor Über­rumpe­lungen schützen soll. Das neue Gesetz soll sicher­stellen, dass die gesetzlich vorgeschriebene zweiwöchige Bedenk­zeit bei Immobilienkäufen einge­halten wird. Auch soll nur noch der Notar, nicht der Verkäufer dem Kunden den Entwurf des Kauf­vertrags zuschi­cken dürfen. Verstößt ein Notar wieder­holt grob gegen die neuen Pflichten, soll er sein Amt verlieren (siehe auch „Mitternachtsnotare“ aus Finanztest 08/2012).

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