Schrottimmobilien Meldung

Sechs neue Urteile geben Fondsanlegern Recht.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat Kreditverträge für nichtig erklärt, mit denen Anleger zum Kauf von Immobilienfonds überredet wurden. Bisher landeten ähnliche Klagen – die nicht Fonds, sondern kreditfinanzierte Immobilien betrafen – vorm elften Senat des BGH. Und der erlaubte Anlegern nur, den Kredit zurückzugeben – nicht aber die teuren Immobilien, da kein „verbundenes Geschäft“ vorliege. Dabei arbeiteten Vermittler und Banken oft Hand in Hand.

Anders der zweite Senat: Ein verbundenes Geschäft liegt vor, wenn Bank und Fonds mit demselben Vermittler arbeiten. Der Anleger darf dann den Kredit zurückgeben, indem er der Bank die Fondsanteile abtritt. Das gilt, wenn

  • er getäuscht wurde, zum Beispiel  über die mit dem Kauf verbundenen Risiken;
  • der Vertrag in einer Haustürsituation geschlos­sen wurde und nicht auf das Widerrufsrecht hingewiesen wurde;
  • der Vermittler sich vom Anleger Vollmachten geben ließ, die als unerlaubte Rechtsbe­sorgung unwirksam sind

(Az. II ZR 392/01, II ZR 395/01, II ZR 374/02, II ZR 385/02, II ZR 393/02 und II ZR 407/02).

Achtung: Einige Banken verlangen nun von Kunden, den Kreditvertrag nachträglich zu genehmigen. Betroffene sollten nichts unterschreiben, sondern sich unbedingt anwaltlich beraten lassen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 133 Nutzer finden das hilfreich.