SchrottImmobilien Meldung

Neue Hoffnung für geprellte Käufer von Schrottimmobilien: Das Landgericht Bochum ruft nun den Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu Hilfe. Er soll entscheiden, ob die Opfer, denen oft an der Haustür Wohnungen aufgeschwatzt wurden, dies rückgängig machen dürfen. Bisher hat der Bundesgerichtshof (BGH) dies abgelehnt – nach Ansicht von Verbraucherschützern im eklatanten Widerspruch zum EuGH-Urteil vom Dezember 2002, das ein Widerrufsrecht zulässt. Der BGH erlaubte zwar gezwungenermaßen, dass Kunden den Kredit widerrufen, mit dem sie den Kauf finanziert haben. Das nützt ihnen aber nichts. Denn wer widerruft, muss das Geld zurückzahlen, bleibt aber auf der Schrottimmobilie sitzen.

Die Bochumer Richter sehen Kauf und Kredit als verbundenes Geschäft an, weil beides meist Hand in Hand ging. „Nun wird der EuGH wohl ein zweites Mal dem obersten deutschen Gericht die Leviten lesen“, hofft der Bremer Anlegerschützer und Rechtsanwalt Eberhard Ahr.

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