Zigtausende, die zu Hause oder am Arbeitsplatz zu einem Immobilienkauf überredet wurden, lässt der Bundesgerichtshof im Regen stehen. Zwar dürfen sie den Kredit widerrufen, wenn der Hinweis aufs Widerrufsrecht fehlte (Az. XI ZR 91/99). Aber aus dem Kaufvertrag für die oft nahezu wertlose Immobilie kommen sie kaum heraus. Kauf und Kredit seien in der Regel kein verbundenes Geschäft, meinten die Richter – obwohl der eine Vertrag meist nicht ohne den anderen zustande gekommen wäre.

Nun ist eine gesetzliche Neuregelung geplant: Künftig sollen Kunden die Immobilie zurückgeben dürfen, wenn die Bank zum Kauf riet oder den Eindruck erweckte, sie habe den Kauf geprüft. Außerdem soll bei Realkrediten generell ein zweiwöchiges Widerrufsrecht gelten.

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