Hoffnung für Hunderttausende Kleinsparer: Wer im privaten Umfeld ­ etwa zu Hause oder am Arbeitsplatz ­ auf Kredit eine Immobilie erwarb und nicht auf sein Widerrufsrecht hingewiesen wurde, kann eventuell den Vertrag widerrufen. Abzocker hatten besonders in den 90er Jahren angebliche Schnäppchen ­ oft Ein-Zimmer-Apartments in Wohnheimen ­ massiv überteuert als Steuersparmodelle losgeschlagen, inklusive Vollfinanzierung durch Großbanken. Viele Familien führte das in den finanziellen Ruin. Nun hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) ein Schlupfloch eröffnet: Nach deutschem Recht musste nicht auf das Widerrufsrecht hingewiesen werden, nach Europarecht schon. Wie dieses EuGH-Urteil (Az. C 481/99) in die Praxis umzusetzen ist, wird der Bundesgerichtshof in den nächsten Monaten entscheiden. "Eventuell können dann auch Kunden, die schon vor Jahren unterschrieben haben, Geld zurück verlangen", meint Ralf Reichertz, Referatsleiter Recht der Verbraucherzentrale Thüringen. Betroffene sollten das BGH-Urteil abwarten. test wird aktuell berichten.

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