Schreib­tisch­stühle Test

Ein guter Dreh­stuhl passt sich ergono­misch an seinen Nutzer an und fördert durch eine Wipp­funk­tion aktives Sitzen. Im Test von 13 Schreib­tisch­stühlen fürs heimische Büro gelingt das etlichen Modellen. Mehrere der 150 bis 300 Euro teuren Stühle schwächeln jedoch im Dauer­test, offen­baren Sicher­heits­mängel oder fallen durch die Schad­stoff­prüfung. Wichtig für Besitzer empfindlicher Holz­fußböden: Die Rollen einiger Stühle sind so scharfkantig, dass sie Schrammen hinterlassen können. Sie sollte man besser nur mit einer Boden­schutz­matte benutzen.

Kompletten Artikel freischalten

TestSchreib­tisch­stühletest 02/2017
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle (inkl. PDF, 6 Seiten).

Menschen mit Bürojob sitzen täglich 11 Stunden

Durch­schnitt­lich rund sieben Stunden am Tag verbringt hier­zulande jeder im Sitzen, Menschen mit Bürojob sitzen sogar elf Stunden lang. Das zeigen repräsentative Umfragen von Sport­medizinern. Gesund­heits­fördernd ist das nicht. „Unser Körper ist nicht für eine lange statische Haltung ausgelegt, egal ob Sitzen, Stehen oder Liegen“, sagt Matthias Hartwig, Ergonomie­experte bei der Bundes­anstalt für Arbeits­schutz und Arbeits­medizin. Langes Sitzen kann nicht nur zu Herz-Kreis­lauf-Problemen führen, sondern auch zu Muskel-Skelett-Erkrankungen. „Um denen vorzubeugen, ist ein guter Büro­stuhl entscheidend, den man individuell anpasst“, so Hartwig.

Fünf Modelle über­zeugen

Wenn schon sitzen, dann richtig. Das gilt besonders für Schreib­tisch­stühle, auf denen Studenten, Heim­arbeiter und so manche Internetnutzer ähnlich lange sitzen wie Angestellte in Büros. Deshalb müssen Drehstühle für den heimischen Gebrauch im Test ähnliche Anforderungen erfüllen wie die für Profis. Im Labor prüften wir, wie gut sie den Rücken abstützen, ob sie den täglichen Belastungen standhalten und ob ihre Rollen Teppich und Holz­böden schonen. Nur fünf Stühle sind insgesamt gut. Die anderen offen­baren unterschiedlichste Schwächen: gebrochene Sitz­flächen im Dauer­test, Rollen, die den Boden zerkratzen oder Quetsch- und Klemm­stellen, die den Fingern gefähr­lich werden können. Mehrere Stühle sind mangelhaft – wegen zu hoher Schad­stoff­gehalte oder gefähr­lich scharfer Kanten an der Gasfeder – das ist die Säule zum Verstellen der Sitzhöhe.

Große sitzen nicht auf allen Stühlen gut

Alle getesteten Schreib­tisch­stühle besitzen eine sogenannte Synchron­mechanik. Ist sie akti­viert, fördert sie einen häufigen Wechsel der Sitz­position – Mediziner empfehlen dies als dyna­misches Sitzen. Lehnt sich der Sitzende mit der Lehne nach hinten, hebt sich zugleich die Sitz­vorderkante in einem bestimmten Verhältnis nach oben. Beim Wippen streckt sich der Körper leicht, Muskeln und Gelenke bewegen sich. Der untere Rücken bleibt abge­stützt. Viele Modelle bieten einen hohen Sitz­komfort. Aber nicht auf allen sitzen alle gleich gut. Besonders für Hoch­gewachsene ist die Sitzhöhe vieler Stühle knapp bemessen. Vor allem sehr große oder kleine Menschen sollten vor dem Kauf probesitzen und prüfen, ob sich der Stuhl auf ihre Maße anpassen lässt.

Spezielle Rollen sollen Schrammen vermeiden

Gute Rollen sind weniger für Benutzer als für ihre Fußböden wichtig. Liegen die Rädchen nicht ganz flach auf, können sie Bodenbeläge beschädigen. Die Tester prüften sowohl die mitgelieferten harten Rollen für Teppich als auch die jeweils beim gleichen Anbieter erhältlichen weichen Rollen. Die sollen sich für Dielen, Parkett und Laminat eignen. Einige sind jedoch so scharfkantig, dass sie Rillen und Schrammen auf Fußböden hinterlassen können.

Tipp: Kaufen Sie für Holz- und Laminatbelag die passenden Rollen. Sie sind meist grau ummantelt. Noch sicherer sind spezielle, meist durch­sichtige Schutz­matten für den Boden.

Jetzt freischalten

TestSchreib­tisch­stühletest 02/2017
3,00 €
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle (inkl. PDF, 6 Seiten).

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7 € pro Monat oder 50 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per Kreditkarte kaufen
  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur rund 9 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 30 Nutzer finden das hilfreich.