Ausgewählt, geprüft, bewertet

Im Test: 14 Schreibtischdrehstühle für Erwachsene mit Armlehnen, davon 12, bei denen Sitzfläche und Rückenlehne getrennt verstellbar sind, und 2 Chefsessel (Sitzfläche und Rückenlehne verbunden).
Einkauf der Prüfmuster: November 2006 bis Januar 2007.
Preise: Anbieterbefragung im März 2007.

Abwertung

War der Sitzkomfort „befriedigend“ oder schlechter, konnte das test-Qualitätsurteil nicht besser sein. Bei „ausreichender“ Haltbarkeit konnte das Gesamturteil maximal eine halbe Note besser sein. Waren Armlehnen „mangelhaft“ oder der Bezug „ausreichend“, wurde die Haltbarkeit maximal eine Note besser. War die Sicherheit „mangelhaft“, konnte das Gesamturteil nicht besser sein. War sie „ausreichend“, wurde es maximal eine Note besser. War die Standsicherheit „mangelhaft“, konnte die Sicherheit nicht besser sein. War die Sitzhöhenverstellung (Gasfeder) „ausreichend“ oder schlechter, wurde das Gruppenurteil nicht besser. Bei als „ausreichend“ bewerteten Klemm- und Quetschstellen konnte die Sicherheit maximal eine Note besser sein.

Sitzkomfort: 30 %

Fünf geschulte Laien und zwei Experten beurteilten aus ergonomischer Sicht: Abmessungen, Verstellbereiche, Synchronmechanik sowie Stellkräfte. Zusätzlich bewerteten zwei Experten das Rutschen auf dem Sitz, den „Hemdauszieheffekt“ und die Einsinktiefe der Polsterung. Wir prüften außerdem die Wärme- und Feuchteentwicklung beim Sitzen.

Haltbarkeit: 25 %

Folgende Einzelprüfungen führten wir durch: Dauerprüfung Sitzfläche und Rückenlehne in Anlehnung an EN 1335-3 (Sitzmitte 80 000 Zyklen, Biegewechselbelastung 60 000 Zyklen auf Sitz und Rücken, 15 000 Zyklen außermittig, seitlich und am Pendelgelenk) sowie Polsterung (neu und gebraucht) in Anlehnung an EN 3385; Dauerprüfung Armlehnen angelehnt an EN 1335-3 (40 000 Zyklen, senkrechte statische Belastung und Überlast); Scheuerfestigkeit Bezug der Sitzfläche in Anlehnung an EN 12947-2 sowie Farbänderung angelehnt an EN 20101-A02 und die Lichtechtheit angelehnt an EN ISO 105-B02. Bei Lederbezügen wurde die Reibechtheit in Anlehnung an EN ISO 11640 bestimmt.

Handhabung: 20 %

Ein Experte prüfte die Gebrauchs- und Montageanleitungen in Anlehnung an EN 1335-2 und das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz, fünf geschulte Laien bewerteten sie auf Verständlichkeit und Vollständigkeit. Außerdem bewerteten die fünf Probanden die Montage und das Einstellen der Stühle (u. a. Leichtgängigkeit, Handlichkeit, Sinnfälligkeit der Stellteile) sowie die Leichtgängigkeit der Rollen.

Sicherheit: 10 %

Alle Prüfungen wurden in Anlehnung an EN 1335, Teil 2 und 3 durchgeführt. Standsicherheit: Geprüft über vordere Ecke, Vorderkante, seitlich über die Armlehnen und nach hinten mit geneigter Rückenlehne. An der Sitzhöhenverstellung (Gasfeder) prüften wir die sicherheitstechnischen Anforderungen nach DIN 4550 (scharfe Kante, Überlappung) an der Verbindung Trageelement/Aufnahmekonus. Geprüft wurde auch auf Klemm- und Quetschstellen sowie der Wegrollwiderstand.

Schadstofffreiheit: 10 %

In Anlehnung an Ökotex-Standard 100 untersuchten wir textile Bezugsstoffe auf sensibilisierendeFarbstoffe sowie auf verbotene Azofarbstoffe, PVC-Teile auf Weichmacher. Bei Holzteilen bestimmten wir die Formaldehydabgabe in Anlehnung an EN 717-2 und 3, bei relevanter Belastung auch in Anlehnung an EN 717-1. Geruch: Bei Auffälligkeiten wurde die Geruchsintensität in Anlehnung an RAL GZ 430 geprüft.

Kennzeichnung: 5 %

Die Kennzeichnung des Stuhls (Anbieter, Modellna­me, Warnhinweis zum Ausbau der Gasfeder) und der Gasfeder wurde überprüft – und zwar angelehnt an das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz und an DIN 4550.

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