Schon gefahren Meldung

In unserem letzten Test zählte der VW Passat Variant TDI zu den besonders komfortablen und geräumigen unter den "guten" Dieselkombis. Anlässlich des Autosalons in Paris präsentierte Volkswagen im Oktober den gründlich überarbeiteten, neuesten Modelljahrgang. Wir hatten bereits die Gelegenheit, beide Versionen ­ die Limousine und den Variant ­ zu fahren.

Der Passat 2001 ist kein völlig neues Auto, dennoch wurde sehr viel mehr verändert als auf den ersten Blick vermutet. Besonders bei dunklen Lackfarben kontrastiert der Chrom-Zierrat an den Fensterumrandungen, am neu gestalteten Kühlergrill und ­ je nach Ausstattungslinie ­ auch an den Seitenleisten und auf den Stoßstangen. An der stärker profilierten Front fallen die Scheinwerferabdeckungen in Klarglasoptik und das größere VW-Logo auf. Auch die Heckklappe und die Rückleuchten wurden umgestaltet.

Die Mittelarmlehne zwischen den Vordersitzen ist nun deutlich breiter, die hintere entfällt jedoch immer noch, wenn man sich für die aufpreispflichtige dritte Kopfstütze im Fond und einen Dreipunktgurt entscheidet. An den Sitzen und Bedienelementen gibt es nach wie vor nichts zu mäkeln.

Die Highline-Version des Passat Variant 1.9 TDI kostet 50.460 Mark, also 660 Mark mehr als das getestete Vormodell. Dafür ist zum Beispiel eine Klimaanlage serienmäßig an Bord. Statt des Turbodiesels mit 81 kW (110 PS) kommt nun der Pumpe-Düse-Diesel mit 74 kW (100 PS) zum Einsatz, der die Abgasnorm D3 erfüllt. Dass der neue Motor 10 PS weniger hat, fällt im praktischen Fahrbetrieb nicht ins Gewicht. Mit 250 Nm Drehmoment gegenüber 235 Nm beim Vormodell steht sogar geringfügig mehr Durchzugskraft zur Verfügung. Leistungshungrige können zu den stärkeren ­ aber auch deutlich teureren ­ Dieselmotoren mit 130 und 150 PS greifen. Die Preisskala des neuen Passat Variant beginnt mit 41.464 Mark für den 1,6-Liter-Benziner mit 75 kW (102 PS). An die souveräne Art der Leistungsentfaltung der neuen Dieselaggregate und deren hohe Durchzugskraft aus niedriger Drehzahl heraus kommt der Benziner aber nicht annähernd heran.

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