Schon gefahren Meldung

Vor einigen Wochen hat Audi seine Modellpalette nach unten erweitert. Der A2 ist etwa so groß wie ein Fiat Punto, aber rund sieben Zentimeter höher. Beim Blick in die Preisliste wird klar, dass Audi eher auf die Käuferschicht der Mercedes A-Klasse abzielt. Stolze 32.000 Mark kostet das Auto in der einfachsten Version mit 55 kW (75 PS) starkem 1.4-Liter-Benzinmotor. Die Aufpreise sind saftig: Das Open-Sky genannte Glasdach kostet 1.730 Mark, eine Klimaanlage 2.542 Mark und ein Radio mindestens 743 Mark. Auch Selbstverständlichkeiten wie eine Sitzhöhenverstellung (195 Mark) oder Gepäckraumabdeckung (156 Mark) kosten extra.

Immerhin gehören das höhenverstellbare Lenkrad mit Servolenkung, ABS und ESP, vier Airbags, Zentralverriegelung und elektrische Fensterheber vorn zur Grundausstattung.

Das Raumgefühl vorn entspricht dem Klassenstandard, die straff gepolsterten Vordersitze bieten ausreichenden Verstellbereich und sehr gute Körperabstützung. Die Bequemlichkeit der Fondpassagiere wird durch den abgesenkten Wagenboden verbessert. Durch die hohe Sitzposition vorn ergibt sich eine gute Rundumsicht. Das dritte Seitenfenster und der Heckfensterstreifen unter dem Spoiler verbessern die Rücksicht beim Einparken. Das stark geneigte Heckfenster ohne Scheibenwischer verzerrt jedoch die Sicht nach hinten im Innenspiegel.

Die Materialien der Innenausstattung und der Armaturentafel wirken solide und hochwertig, alle Schalter und Hebel liegen gut zur Hand, Lenkung und Schaltung sind leichtgängig und präzise. Die Geräuschkulisse des Benzinmotors empfanden wir als etwas aufdringlich, zumal er höhere Drehzahlen braucht, um seine Leistung zu entfalten. Vielversprechender ist der gleich große, gleich starke Pumpe-Düse-Dieselmotor, der bereits im VW Polo eingesetzt wird. Deutlich mehr Drehmoment bei niedrigerer Drehzahl und vor allem der niedrigere Kraftstoffverbrauch von 4,3 Liter Diesel gegenüber 6,0 Liter Superbenzin sind die klaren Vorteile für den Selbstzünder. Auch der sehr kleine 34-Liter-Tank lässt sich beim sparsameren Diesel leichter verschmerzen. Allerdings ist der fast 3.000 Mark teurer als der Benziner und rechnet sich dadurch für Wenigfahrer kaum.

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