Schon gefahren Meldung

In den letzten beiden Jahren stieg der Absatz von Off-Road-Fahrzeugen um 60 Prozent auf zuletzt über 100.000 Einheiten. Im Verbraucherinteresse stehen dabei nicht so sehr die kernigen Geländewagen, sondern geländegängige Freizeitallradler mit Pkw-typischem Komfort. Auch der neue Mazda Tribute, der in den nächsten Wochen zu den Händlern kommt, zielt auf Autokäufer, die die typische Optik eines Geländewagens schätzen, ein kombiähnliches Platzangebot wünschen und auf Sicherheits- und Komfortmerkmale moderner Pkws nicht verzichten wollen.

Front- und Seitenairbags gehören ebenso zur Serienausstattung wie ABS mit elektronischer Bremskraftverteilung. Elektrische Außenspiegel, Fensterheber und Zentralverriegelung tragen zum Bedienkomfort bei.

Die Rückbank ist 60 : 40 geteilt und an den Außenplätzen mit Isofix-Halterungen für Kindersitze versehen. Der geräumige Kofferraum ist nicht nur durch die Heckklappe zugänglich, sondern auch durch die separat zu öffnende Heckscheibe. Große Fensterflächen und Außenspiegel ermöglichen zusammen mit der hohen Sitzposition eine gute Rundumsicht. Die bequemen Vordersitze bieten unterschiedlich großen Fahrern genügend Verstellmöglichkeiten. In schneller gefahrenen Kurven wünscht man sich jedoch mehr Seitenhalt auf den Sitzflächen, besonders, wenn diese mit den aufpreispflichtigen Lederbezügen des V6 versehen sind.

Der Kunde hat zurzeit die Wahl zwischen zwei Motoren und Getrieben. Basisversion ist ein Zweiliter-Vierzylinder mit 91 kW (124 PS) und Fünfgang-Schaltgetriebe. Der Schalthebel liegt gut zur Hand, die Abstufung der Gänge konnte uns bei Testfahrten jedoch nicht voll überzeugen. Schaltet man vom zweiten in den dritten Gang, fällt die Drehzahl in den Keller. Man muss also den Zweiten ziemlich hoch drehen, damit der Anschluss zur weiteren Beschleunigung passt. Hohe Drehzahlen freilich erhöhen den Verbrauch, den Mazda mit 9,7 Litern angibt.

Keinen Mangel an Durchzugskraft kennt der Dreiliter-V6-Motor, dessen 145 kW (197 PS) über ein Automatikgetriebe auf die Antriebsräder verteilt werden. Der Automatik-Wählhebel befindet sich am Lenkrad. Der Sechszylinder genehmigt sich freilich einen ordentlichen Zuschlag an der Tankstelle. 12,8 Liter auf 100 Kilometer ­ da kommt der Wunsch nach einem deutlich wirtschaftlicheren Dieselmotor auf. Hier muss Mazda passen: Bis auf weiteres bleibt es bei den beiden Benzinmotoren aus dem Hause Ford. Die verfügen nur über die nicht optimale Abgaseinstufung D3.

Kaufanreize bietet schon eher die Preisliste: Knapp 54.000 Mark für den weitgehend komplett ausgestatteten V6 ­ nur Schiebedach, Ledersitze und Metalliclack kosten Aufpreis ­ sind durchaus konkurrenzfähig. Den Vierzylinder gibt es in der etwas einfacheren Version Comfort bereits für 41.540 Mark. Wer auf den permanent verfügbaren Allradantrieb mit variabler Drehmomentverteilung verzichten kann, zahlt für das frontangetriebene Basismodell sogar nur 37.870 Mark.

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