Schon gefahren Meldung

Gediegenes Ambiente und sportliches Fahrverhalten ­ diesen Eindruck macht die neue Audi-A4-Limousine. Wir fuhren sie in verschiedenen Motorversionen. Anders als der renovierte VW-Passat, ist der A4 eine völlig neue Konstruktion auf eigenständiger Plattform.

Das verstellbare Lenkrad und die Schaltung liegen gut zur Hand und die bequemen Sitze können sich unterschiedlich großen Fahrern anpassen. Der dritte Lenkstockhebel verschwand, weil das Licht jetzt per Drehschalter links am Armaturenbrett bedient wird. Die Rundumsicht ist gut, der von uns früher kritisierte zu kleine rechte Außenspiegel ist endlich genauso groß wie der linke. Na bitte, es geht doch. Mit den glatten Flanken und der hohen Gürtellinie wirkt der A4 solide. Für die Sicherheit wurde auch einiges getan. Neu sind die Kopfairbags vorn und hinten. Auf die optionalen Seitenairbags hinten sollte indes verzichten, wer Kinder transportiert. Isofix-Kindersitzhalter gibt es für die hinteren Außenplätze und den Beifahrersitz im Paket mit der Airbagabschaltung für 156 Mark. Beim Frontalcrash sollen die Pedale dank Entkopplung nicht in den Fußraum eindringen. ESP und Bremsassistent für Spurtreue und kürzere Bremswege sind serienmäßig an Bord, Kopfstützen und Dreipunktgurte an allen fünf Plätzen vorhanden. Eine Klimaautomatik sorgt für gute Atmosphäre ­ für Fahrer und Beifahrer getrennt regelbar.

Spitzenmotorisierung bietet der V6-Benzinmotor mit drei Liter Hubraum und 162 kW (220 PS). Der sieht nicht nur gut aus ­ versteckt sich nicht unter einer schnöden Plastikblende ­, er klingt und fährt auch gut. Besonders in Verbindung mit dem neuen stufenlosen Multitronic-Automatikgetriebe gefällt die Art der Kraftentfaltung und der Beschleunigung ohne Schaltrucke. Mit rund 67.000 Mark kostet der A4 4.000 Mark mehr als der durchzugsstarke V6-TDI mit 2,5 Liter Hubraum und 132 kW (180 PS). Das enorme Drehmoment von 370 Nm wird hier per 6-Gang-Schaltgetriebe und Quattro-Antrieb auf alle vier Räder verteilt. Der preiswertere Frontantrieb-TDI mit 1,9 Liter Hubraum und 96 kW (130 PS) kostet knapp 50.000 Mark. Auch der 2-Liter-Benziner zu 47.600 Mark leistet 96 kW. Unser Eindruck: Um zügigen Vortrieb zu gewährleisten, braucht der höhere Drehzahlen, wobei der Vierzylinder ­ trotz Ausgleichswellen ­ vergleichsweise rau und laut ist. Das Basismodell mit 1,6 Liter Hubraum und 75 kW (102 PS) zu knapp kalkulierten 42.300 Mark soll erst im Herbst eingeführt werden. Wer es nicht so eilig hat, bekommt dann auch das Kombimodell Avant.

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