Schön­heits­reparaturen Special

Millionen Mieter dürfen Reno­vierungs­arbeiten dem Eigentümer über­lassen. Seit 2003 hat der Bundes­gerichts­hof zahlreiche Klauseln in Formular­verträgen gekippt. In vielen Altverträgen sind die Reno­vierungs­pflichten daher unwirk­sam. An ihrer Stelle greift dann die gesetzliche Regelung. Und danach ist der Vermieter fürs Reno­vieren zuständig. Typisches Beispiel für eine solche Klausel: „Die Schön­heits­reparaturen sind in Küchen und Bädern alle drei Jahre, in Wohn- und Schlafräumen alle fünf Jahre fällig.“ Diese Fristen sind starr. Sie nehmen keine Rück­sicht darauf, ob die Räume wirk­lich abge­wohnt sind. Die Klauseln würden Mieter zwingen, auf keinen Fall später als nach drei oder fünf Jahren zu reno­vieren, selbst wenn die Wohnung noch wie neu aussieht. Stehen solche Klauseln im Vertrag, brauchen Mieter über­haupt nicht zu streichen oder zu tapezieren. Statt­dessen können sie, wenn die Wohnung abge­wohnt ist, den Vermieter rufen. Er muss sich dann auf eigene Rechnung um die Schön­heits­reparaturen kümmern. test erklärt die Rechts­lage und führt die wichtigsten Klauseln auf, die von deutschen Gerichten für unwirk­sam erklärt wurden.

Hinweis: Im März 2015 hat der Bundes­gerichts­hof weitere Klauseln für rechts­widrig erklärt, mit denen Mieter zu Reno­vierungen verpflichtet wurden Millionen Mieter müssen nicht zahlen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 19 Nutzer finden das hilfreich.