Mieter sind nicht dazu verpflichtet, Wände und Decken genau in der Farbe zu streichen oder die gleiche Art Tapete zu verwenden, die sie beim Einzug vorgefunden haben. Eine Klausel im Mietvertrag, nach der ein Mieter nur mit Zustimmung des Vermieters von der „bisherigen Ausführungsart“ abweichen darf, ist deshalb nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes unwirksam (Az. VIII ZR 199/06).

Laut Deutschem Mieterbund steht die Klausel in vielen Formularmietverträgen. Die Folge für betroffene Mieter: Sie müssen überhaupt keine Schönheitsreparaturen ausführen. Für die Renovierung ist dann der Vermieter zuständig.

Zuvor hatte der BGH bereits mehrere andere Klauseln zu Schönheitsreparaturen gekippt. So sind Klauseln unwirksam, die den ­Mieter zur Renovierung in starren Fristen verpflichten.

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