Schönheitsoperationen Meldung

Beratung: Vor Brustimplan­ta­tionen soll umfassend aufge­klärt werden.

Neue Initiativen wollen die Situation von (potenziellen) Patientinnen für Brustimplantate und Schönheitsoperationen verbessern, insbesondere Information und Aufklärung.

Patienteninformation: Es darf kein Zweifel daran bestehen, dass Brustimplantate nur einmal verwendet werden dürfen, fordert Ursula Schielke aus Bremen, Gründerin der Selbsthilfegruppe „Frauen und Medizin“. Patientinnen wussten zum Teil auch nicht, dass in doppelwandigen Implantaten manchmal Antibiotika oder Kortison (gegen Entzündungen und Verhär­tun­gen des Brustgewebes) steckten. Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ist die zweite Kammer des Implantats für Kochsalzlösung zur Modifizierung des Volumens vorgesehen – nicht zur Medikamentenverteilung. Ursula Schielke fordert, dass Patientinnen Produktinformationen zum Implantat erhalten, die sonst nur Ärzten zur Verfügung stehen, die Einführung eines umfassenden „Implantatpasses“ und spezielle Aufklärungsbögen für den Implantatwechsel.

Werbung für Schönheitsoperationen

Irreführende, suggestive Werbung für Schönheits­ope­ra­tionen soll verboten werden. Das sieht die Novellierung des Arzneimittelgesetzes vor. „Vorher-nach­her-Fotos“ sollen nicht mehr erlaubt werden. Nicht notwendige schön­heits­chirur­gi­sche Eingriffe wie Brust­ver­grö­ße­run­gen oder Fettabsaugen sind mit Risiken verbunden. Eine Irreführung liegt insbe­son­dere dann vor, wenn Be­hand­lungen eine therapeutische Wirk­samkeit versprechen, die sie nicht haben, oder der Eindruck erweckt wird, ein Erfolg sei stets zu erwarten. Vorsätzliche Verstöße sind strafbar (Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe), bei fahrlässi­gem Han­deln eine Ordnungswidrigkeit (Geldbuße bis 20 000 Euro). Publikumswerbung soll frei sein von suggestiven Werbemethoden (Ordnungswidrigkeit, Geldbuße bis 50 000 Euro).

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