Im Jahr 2005 werden an deutschen Gerichten etwa 60 000 neue Schöffen gebraucht. Für die Wahlen 2004 der ehrenamtlichen Richter in Strafprozessen müssen mindestens 120 000 Kandidaten aufgestellt werden. Damit sich genügend freiwillige Interessenten als „Richter ohne Robe“ zur Wahl stellen, finden bundesweit von September bis November dieses Jahres Informationsveranstaltungen statt. Sie sollen helfen, interessierte und engagierte Bürger zu finden. Denn notfalls müssen die Schöffen anhand der Einwohnerlisten der Städte und Gemeinden ausgelost und verpflichtet werden.

Ein Schöffengericht besteht aus einem Berufsrichter und zwei Schöffen, bei den Landgerichten stehen drei Berufsrichtern zwei Schöffen zur Seite. Sie haben gleiches Stimmrecht. Für die Verurteilung, die Art und das Maß der Strafe ist jeweils eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich. So kann in Deutschland gegen die Stimmen beider Schöffen niemand verurteilt werden.

Weitere Infos:

Bundesverband ehrenamtlicher Richterinnen und Richter
Tel. 0 30/85 60 03 47
Fax 0 30/85 60 03 48
E-Mail: hasso.lieber@t-online.de

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