Schnurlostelefone Test

Einfach und billig oder teuer und komfortabel: Die Welt der schnurlosen Telefone ist in zwei Klassen geteilt. Gute Geräte gibts schon ab 50 Euro. Mehr Spaß macht das Telefonieren mit teuren Komforttelefonen: Sie bieten besondere Klingeltöne für wichtige Anrufer, große Displays, üppige Telefonbücher und einfache Menüsysteme. Im Test: 31 schnurlose DECT-Telefone für analoge Anschlüsse. ISDN-Betrieb über TK-Anlage oder Adapter möglich. Telefone mit und ohne Anrufbeantworter. test.de zeigt die besten Modelle.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Schnurlose Telefone

Das Handy für zuhause

DECT steht für Digital Enhanced Cordless Telecommunications. Der Standard für schnurlose Telefone: Digitale Übertragung mit komprimierten Signalen, abhörsicher und stabil. Reichweite: etwa 300 Meter im Freien und bis zur 50 Metern in Gebäuden. DECT-Telefone sind die kleinen Brüder der Handys: Sie arbeiten mit ähnlicher Technik. Während die Handys aber Kontakt zu ihrem Funknetz halten, kommuniziert das DECT-Telefon nur mit der Basisstation in der eigenen Wohnung. Sendeleistung: bis 0,1 Watt. Handys schaffen 10 bis 20mal mehr. Nachteil aller schnurlosen Telefone: Sie klingen schlechter als gute Telefone mit Kabel.

Freisprechen Fehlanzeige

Deutlich wird das bei den schlechteren DECT-Telefonen im Test. Die Modelle von Binatone, Hagenuk, Olympia und Topcom klingen schrill und rauschen. Übertragung: nur ausreichend. Noch nerviger ist das Telefonieren über schlechte Lautsprecher im Handapparat. Beispiel: AEG Ventura Comfort. Wer hier den Lautsprecher einschaltet, kann den Handapparat zwar vom Ohr nehmen, sein Gegenüber aber kaum noch verstehen. Freisprechen: Fehlanzeige. Mit dem Hörer am Ohr klingt das AEG immerhin befriedigend.

Testsieger T-Sinus 711

Das beste Telefon im Test heißt T-Sinus 711 Komfort. Ein Modell der Deutschen Telekom (T-Com). Es klingt gut, das Menü ist klar strukturiert und erklärt sich praktisch von selbst: beste Handhabung im Test. Auch die Ausstattung lässt kaum Wünsche offen: Freisprechen, VIP-Klingeltöne, Kurznachrichten wie beim Handy und ein Telefonbuch für 200 Namen und Rufnummern. Selbst Sprachwahl ist möglich: Sprich, wen Du willst, und das T-Sinus 711 wählt die passende Nummer. Einziger Nachteil des Testsiegers: Der Anschluss für ein Headset fehlt. Wer freihändig telefonieren will, muss den Lautsprecher nutzen: Der funktioniert gut. Der Testsieger wird offensichtlich bei Siemens gebaut (ähnliches Modell: Siemens Gigaset S150) und kostet 170 Euro. Ohne Anrufbeantworter nur 120 Euro.

Billig und schlicht

Das geht billiger: Schon ab 50 Euro gibt es gute schnurlose Telefone von T-Com und Philips. Das T-Easy C214 ist ein schlichtes Telefon mit gutem Klang. Einfach zu bedienen und ohne Extras: Kein Anrufbeantworter, kein Freisprechen, kein Menü. Telefonieren pur – wie in alten Zeiten. Philips verzichtet bei seinem Model Xalio 300 sogar auf die Ruftaste an der Basisstation. Wer den Handapparat verlegt, muss mühsam suchen – oder sich selbst anrufen, wenn ein Handy zur Hand ist. Dann besser das Schwestermodel Philips Kala 300. Mit Ruftaste, Freisprechen und Telefonbuch für 40 Namen und Rufnummern. Preis: ebenfalls 50 Euro.

Schnäppchen mit Macken

Das Philips Kala 300 klingt gut. Auch der eingebaute Lautsprecher ist gut. Für 80 Euro gibts das Kala 300 Vox sogar mit Anrufbeantworter. Ein Schnäppchen. Aber mit Macken: Das Menü wird über Symbole gesteuert und erklärt sich nicht von selbst. Da muss die Anleitung her, aber die ist nicht viel besser. Immerhin: Wer sich durchbeißt, hat ein gutes Telefon für wenig Geld. Für 120 Euro gibts das Kala 300 Vox sogar mit zwei Handapparaten, vier plus Basis kosten 200 Euro. Die Pakete sind günstiger als der Nachkauf einzelner Handapparate.

Schnäppchen im Internet

Gut und günstig ist auch das Siemens Gigaset A200. Preis: 60 Euro. Mit Anrufbeantworter 80 Euro (Gigaset A250). Besonderheit: Basisstation und Ladeschale sind voneinander getrennt. Einen technischen Vorteil bringt das allerdings nicht. Noch besser ist das T-Com T-Sinus 514 AB. test-Urteil: gut. Note: 2,2. Fast so gut wie der Testsieger, aber nicht mal halb so teuer. Preis: 90 Euro - 80 Euro billiger als der Testsieger. Dabei üppig ausgestattet. Nachteil: etwas schlechtere Übertragung. Vor allem beim Freisprechen über den Lautsprecher. Das T-Sinus 514 gibt es offenbar nur bei Telefondiscountern und im Internet. Die T-Punkt-Läden der T-Com kannten es nicht.

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