Schnurloser LCD-Fernseher Aquos LC-15 L1E Schnelltest

Der erste Schnurlos-LCD-Fernseher von Sharp ist zwar mobil, aber weder besonders ausdauernd noch richtig flexibel.

Live-Fußball im Fernsehen oder das schöne Wetter genießen? Der Schnurlos-LCD-Fernseher von Sharp könnte für beides die Lösung sein: Er besteht aus einer Basiseinheit mit Empfangsteil und Sender sowie einem 15-Zoll-Bildschirm. Die Teile sind über Digitalfunk verbunden. Weit reicht die Funkverbindung aber nicht. Störungsfreier Empfang im Freien ist bis 17 Meter Luftlinie möglich. Liegt eine Wand zwischen Basis und Fernsehgerät, verringert sich diese Distanz auf die Hälfte.

Die Betriebszeit des Akkus liegt bei 135 Minuten. Für ein Fußballspiel mit Verlängerung und Elfmeterschießen ist das gerade genug. Manchen Spielfilm wird man schnurlos allerdings nicht zu Ende sehen können. Auch die Bildqualität konnte nicht überzeugen: Das Bild ist oft unscharf. Bei farbigen Flächen flackert es. Wird aber die Bildquelle, zum Beispiel ein DVD-Spieler, statt mit der Basisstation direkt mit dem AV-Anschluss des Bildschirms verbunden, verbessert sich die Qualität. Allerdings erreicht sie immer noch nicht das Niveau „normaler“ LCD-Geräte. Zum gelegentlichen Fernsehen draußen taugt der Aquos aber – dank des bei heller Umgebung nahezu reflexfreien Bildes. Doch den Lautsprechern fehlen Bässe und Höhen. Mehr als Zimmerlautstärke ist nicht drin.

Der Stromverbrauch ist üppig, zumindest im Stand-by-Betrieb. Hier braucht die Basis satte 14 Watt. Und auch der Preis ist beachtlich. Mit 1 799 Euro ist der Schnurlos-Sharp doppelt so teuer wie ein gleichgroßer „normaler“ LCD-Fernseher.

Schnurlos-LCD-Fernseher Aquos
Preis: 1 799 Euro
Anbieter: Sharp Electronics (Europe)

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