Kochsalzlösung. Schonende Alternative zu abschwellenden Nasen­tropfen.

Otriven-Nasen­tropfen mit 0,025 Prozent Xylometazolin sind nicht mehr für Säuglinge zugelassen. Darüber informiert die Arznei­mittel­kommis­sion der Deutschen Apotheker. Der Grund: Mit der einge­bauten Pipette ist es schwierig, die maximale Dosis von einem Tropfen pro Nasenloch einzuhalten. Bei Über­dosierung erhöht sich das Risiko für schwere Neben­wirkungen, zum Beispiel Atem­still­stand.

Apotheken dürfen alte Bestände noch verkaufen

Seit Anfang November gibt es die Otriven-Nasentropfen für Babys mit neuer Alters­angabe. Alte Packungen dürfen Apotheken noch verkaufen, sollten aber auf die Änderung hinweisen.

Nasivin-Tropfen von Änderung nicht betroffen

Weiterhin für Babys zugelassen sind Nasivin-Tropfen mit Dosiertropfer – dieser verhindert versehentliches Über­dosieren. Unsere Arznei­mittel­experten empfehlen aber auch ihn nur einge­schränkt. Selbst bei korrekter Dosierung haben Säuglinge ein erhöhtes Risiko für Neben­wirkungen.

Tipp: Eltern sollten Babys Schnupfnase mit Kochsalzlösung und Nasens­auger behandeln und abschwellende Nasentropfen nur geben, wenn es wirk­lich nötig ist – nach Rück­sprache mit dem Arzt. Bewertungen der Stiftung Warentest für 1 000 Arznei­mittel bietet unser Ratgeber Medikamente für Kinder.

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