Die Stiftung Warentest hat 10 Schnell­kochtöpfe mit einem Fassungs­vermögen von 6 Litern getestet. Darunter Modelle von Fissler, WMF und Tefal. Besonders groß sind die Unterschiede bei der Druck­anzeige und dem Wärmehalte­vermögen. Unter Dampf kochen geht schnell und erhält Vitamine und Mineralstoffe besser als im üblichen Kochtopf.

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TestSchnell­kochtöpfe im Testtest 01/2020
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Neun Dampf­druck­töpfe sind sicher, der zehnte hat ein Problem

Die zehn Schnell­kochtöpfe im Test kochten tatsäch­lich alle schnell, vor allem auf dem Induktions­herd. Sie waren alle sicher – bis auf der Topf GSW System Classic. Dieser lässt sich öffnen, obwohl der Druck im Topf noch höher ist, als die Norm erlaubt. Bei allen anderen drohte selbst bei falscher Bedienung keine Gefahr.

Das bietet der Schnell­kochtopf-Test der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse. Die Tabelle zeigt, welche Schnell­kochtöpfe am Besten die Wärme halten und gut für das praktische und schonende Nach­garen genutzt werden können. Außerdem zeigt sie die Aufheiz­zeiten der Dampf­druck­töpfe auf Induktions- und Wärmestrahlungs-Herd­platten. Die Hand­lich­keit der Griffe spielt eine Rolle und ob sich Deckel und Ventile einfach auseinander­bauen lassen.

Kauf­beratung. Die Testsieger im Vergleich Schnell­kochtöpfe lassen sich leichter reinigen, die Garstufen lassen sich besser einstellen und die Druck­anzeige ist klar und deutlich. Manche Druck­töpfe hingegen besitzen gar keine Druck­anzeige. Außerdem sind die Preise für das häufigste Ersatz­teil, den Dichtungs­ring, recht unterschiedlich.

Tipps und Hintergrund. Kochen im Dampf­garer oder unter Druck erhält Vitamine und Mineralstoffe in den Nahrungs­mitteln besser. Außerdem spart ein Schnell­kochtopf im Vergleich zu einem herkömm­lichen Topf tatsäch­lich Zeit beim Kochen und hilft damit beim Energiesparen.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus der Zeit­schrift test 1/ 2020.

Eine gute Druck­anzeige ist wichtig

Druck­anzeige. Wird der Druck präzise ange­zeigt, kann die perfekte Garzeit leicht einge­halten werden.

Im Schnell­kochtopf herrscht ein höherer Druck als in einem üblichen Kochtopf. Deshalb heizt sich der Wasser­dampf auf über 100 Grad auf. Eine präzise Druck­anzeige oder fest einstell­bare Garstufen sind wichtig, damit die richtige Garzeit einge­halten werden kann. Die sechs guten Modelle im Test zeigen den Druck mit Ringen an. Bei den anderen Dampf­druck­töpfen muss der Koch schätzen, wie hoch sein Druck wohl ist.

Aufheizen dauert 13 bis 34 Minuten

Im Test füllten wir die Schnell­kochtöpfe mit 3 Litern Wasser und heizten hoch, bis ein Druck von 0,7 Bar erreicht war. Auf dem Induktions­herd heizte der Druck­topf schon in 13 bis 14 Minuten hoch. Nur einer Topf brauchte länger. Bei einem Koch­feld mit Wärmestrahlung, also etwa einer glühenden Spirale unter der Glaskeramikplatte, dauerte es zwischen 20 und 34 Minuten.

Dampf­druck­topf: Rund 30 Prozent Energie gespart

Beispielhaft kochten wir auch 750 Gramm ungeschälte Kartoffeln auf einem Induktions­herd – und zwar mit einem Schnell­kochtopf, mit einem herkömm­lichen Topf mit Deckel sowie mit einem Dampf­garer. Im herkömm­lichen Topf liegen die Erdäpfel im kochenden Wasser. Ein Dampf­garer kocht das Essen in Dampf wie der Schnell­kochtopf – allerdings ohne Druck und bei 100 Grad.

Das Essen ist auch schneller fertig

Abdampfen. Für schnelles Öffnen haben die Töpfe unterschiedliche Varaiten. Beim Kuhn Rikon geschieht es per Knopf­druck.

Im Druck­topf waren die Kartoffeln ohne schnelles Abdampfen nach 20 Minuten fertig, es wurden 193 Watt­stunden Energie verbraucht. Das entspricht etwa soviel Strom wie eine LED-Birne im Haushalt in 20 Stunden benötigt. Beim Wasser­topf waren es 29 Minuten und 295 Watt­stunden, beim Dampf­garer 34 Minuten und 377 Watt­stunden. Wer also von einem üblichen Topf samt Deckel auf einen Schnell­kochtopf umsteigt, spart im Fall der Kartoffeln 30 Prozent Energie.

Mehr Vitamine im gedämpften Essen

Außerdem bleiben mehr Vitamine in der Kartoffel, wenn die Knollen schonend im Dampf garen und Nähr­stoffe nicht durch kochendes Wasser ausgewaschen werden. Bei geschälten Kartoffeln zum Beispiel sind in dampf­gegarten Exemplaren noch 80 Prozent des ursprüng­lichen Vitamin C erhalten, in wasser­gekochten nur 60 Prozent. Ähnlich ist es bei Mineralstoffen wie Kalium, Phosphor oder Magnesium. Auch hier lässt der Dampf deutlich mehr im Lebens­mittel als kochendes Wasser (Details zum schonenden Garen).

Wie lange halten die Hersteller Ersatz­teile vor?

Die meisten Anbieter gaben bei einer Befragung an, Erstatz­teile für 10 Jahre zu garan­tieren. Einer hält sie sogar 15 Jahre vorrätig, einer nur fünf. Vor allem ein Dichtungs­ring wird ab und zu fällig. Hier variieren die Preise stark, zwischen 7 und 25 Euro. Manche Anbieter schreiben in ihrer Bedienungs­anleitung vor, alle Jahre den Silikon- oder Gummi­ring zu wechseln. Auf jeden Fall sollten Köche ihrem Schnell­kochtopf einen neuen Dichtungs­ring spendieren, wenn sich Verschleiß zeigt – etwa wenn der Ring deutlich härter ist als zu Beginn der Nutzung.

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