Schnee­schuh­wandern Meldung

Eine uralte Fortbewegungs­art auf Schnee gewinnt neue Freunde. Schnee­schuh­wandern wird zum Trend­sport – nachdem bereits vor über 5 000 Jahren Menschen mit Schnee­schuhen die Pässe bezwungen haben.

Uraltes Prinzip „Schnee­schuh“

Unsere Vorfahren haben schnee­bedeckte Pässe schon vor 5 000 Jahren mit dem Schnee­schuh bezwungen. Am Prinzip hat sich nicht viel geändert. Ein stabiler Rahmen wird mit elastischerem Material über­zogen, um die Auftritts­fläche des Fußes zu vergrößern. Statt aus Hanf und Leder bestehen Schnee­schuhe heute aus Plastik oder Aluminium. Klauen­artige Einsätze an der Unterseite verbessern die Griffig­keit und verhindern das Wegrutschen an steileren Hängen. Moderne Schnee­schuhe werden über Winter- oder Wanderstiefel geschnallt.

Große Auswahl an Produkten

Schnee­schuhe gibt es in vielen Größen und Formen, zum Beispiel für Pulver- oder Hart­schnee, alpine oder flache Stre­cken, für lange Touren oder den Aufstieg in Free­ride-Gelände. Gut geeignet für Einsteiger sind Universalmodelle, die es ab etwa 80 Euro gibt. Sie sind relativ leicht und mittel­groß. Stahl­spikes und eine Harsch­kralle sorgen dafür, dass man an Hängen nicht ins Rutschen kommt. Berg­auf hilft eine integrierte Steig­hilfe. Im Fach­handel lässt sich ausprobieren, welches Modell am besten zu Größe, Gewicht und Erfahrung passt. Kräftige Personen und diejenigen, die mit einem dicken Ruck­sack wandern, brauchen größere Schnee­schuhe als zierliche Personen mit leichtem Gepäck. Es gibt Frauen- und Männermodelle.

Geführte Touren für Einsteiger

Viele Winter­ferien­orte bieten geführte Schnee­schuh­touren an: Für Einsteiger genau das Richtige. Anfängern wird erklärt, wie sie sich sicher bewegen und welche Regeln es in der Natur zu beachten gilt. Wer in den Bergen auf ungebahnten Wegen unterwegs ist, muss Wetterbedingungen und Lawinengefahr im Blick haben. Im Hoch­winter sollten die Wanderer Gipfel, Rücken und Grate vor 10 und nach 16 Uhr meiden. Die Tourismusbüros bieten Winter­wanderkarten, in denen begehbare Stre­cken sowie Tier- und Natur­schutz­gebiete einge­zeichnet sind. Schutz- und Schon­gebiete für Pflanzen und Tiere dürfen auch Schnee­schuh­wanderer auf keinen Fall betreten.

Dieser Artikel ist hilfreich. 8 Nutzer finden das hilfreich.