Schnee­ketten Meldung

Wer mit dem Auto im Gebirge unterwegs ist, sollte im Winter einen Satz Schnee­ketten im Kofferraum haben. Kein Winterreifen bietet auf Schnee und Eis so viel Grip wie das alther­kömm­liche Ketten­geflecht. Unsere Testkollegen haben untersucht, wie leicht sich einzelne Ketten aufziehen lassen.

Pflicht auf manch einer Berg­straße

Schnee­ketten Meldung

Wenn am rechten Straßenrand das blaue Schild mit dem Ketten­bespannten Rad auftaucht, wird es Ernst. Ab dann sind Schnee­ketten Pflicht. Auf manch einer Gebirgs­stre­cken sind Schnee­ketten vorgeschrieben. Doch Schnee­ketten dabei zu haben ist die eine Sache. Sie bei Bedarf flugs auf die Räder bekommen, eine andere. Unser österreichi­scher Test­partner, der Verein für Konsumenteninformation, hat geprüft, wie einfach oder wie schwer sich die Fahr­hilfen montieren lassen.

Auflegen, verschließen, spannen, fertig

Die meisten hier­zulande erhältlichen Schnee­ketten sind sogenannte Ringketten. Bei den Modellen ist das Ketten­geflecht an einem Federring befestigt. Der wird über das Rad geschoben. Anschließend muss die Kette von Hand gespannt werden. Bei manchen Modellen geht das tatsäch­lich wie von alleine. Wichtig aber: Die Anleitung muss penibel genau beachtet werden.

Die besten drei in Deutsch­land erhältlich

Schnee­ketten Meldung

Griffig. Ketten funk­tionieren gut, unterscheiden sich aber bei der Montage.

Griffig. Ketten funk­tionieren gut, unterscheiden sich aber bei der Montage.

Am einfachsten gestaltet sich die Montage bei den in Deutsch­land erhältlichen Kettenmodellen Pewag Snox Pro (ab 90 Euro), Rud Rudmatic Classic (ab 150 Euro) und Thule Easy-fit CU-9 (ab 150 Euro). Nur die Rudmatic muss von Hand nachgespannt werden, die beiden anderen ziehen sich von alleine fest.

Winterreifen kontra Traktions­kontrolle

Doch Achtung: Schnee­ketten vertragen sich selten mit dem elektronischen Anti-Schleuder-Progamm ESP (neu ESC) des Autos. Hintergrund: Schnee­ketten auf dem Auto­rad arbeiten nie ganz ohne Schlupf, das Rad rutscht auf der Kette also immer ein wenig durch. Die Fahr­zeug­elektronik wittert dann durch­drehende Räder und korrigiert. Bei manchen Autos regelt die Elektronik die Antriebs­leistung bis zum Still­stand des Autos runter. So soll es selbst­verständlich nicht sein. Die einfachste Möglich­keit, um Abhilfe zu schaffen: Wenn es geht, sollten Sie das ESP einfach abschalten. Manche Autos haben auch ein spezielles Schnee­ketten­programm. Das kalkuliert den Schlupf der Ketten auf den Rädern bei der Traktions­kontrolle mit ein. Einfach einschalten.

Tipp: Den voll­ständigen Test von unseren österrei­chischen Test-Kollegen finden Sie kosten­pflichtig unter www.konsument.at/test-schneeketten-montage.

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