Schmerztherapie Meldung

Fürsorge kann helfen, chronische Schmerzen zu bewältigen, zu viel davon kann sie aber auch verschlimmern. Das zeigte eine Studie mit Fibromyalgie-Patienten an der Rheumaklinik Berlin-Buch. Fibromyalgie, Weichteilrheumatismus, ist eine nichtentzündliche Erkrankung der Muskeln und Sehnen. Den Patienten schmerzt dabei der gesamte Körper. Kranke mit einem sehr fürsorglichen Partner litten unter auffällig starken Schmerzen und nahmen häufig Schmerzmittel ein. "Die gut gemeinte Fürsorge verhindert, dass der Kranke selbst aktiv wird und sich über seine Schmerzen hinwegsetzt", sagt Dr. Kati Thieme, Psychologin an der Berliner Humboldt-Universität. Richtig verhält sich der Partner dagegen, so die Studie, wenn er den Kranken von seinen Leiden ablenkt. Durch Aktivität und Bewegung verringerten sie sich deutlich. In einer psychologischen Schmerztherapie können Schmerzpatienten lernen ­ auch gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten ­, dem Schmerz zu begegnen.

Schmerztherapie für Fibromyalgie-Patienten an der
Berliner Humboldt-Universität
Tel.: 0 30/20 24 67 45

Weitere Adressen (gegen einen mit drei Mark frankierten Rückumschlag):
Deutschen Schmerzliga e.V.
Hainstr. 2
61476 Kronberg
Tel.: 07 00/3 75 37 53 75.

Dieser Artikel ist hilfreich. 250 Nutzer finden das hilfreich.