Starke Schmerzmittel wie Opiate werden in Deutschland bei Schmerzpatienten inzwischen stärker eingesetzt als früher, trotzdem bleiben viele Wünsche offen. Aus Sicht des Pharmakologen Professor Kay Brune von der Universität Erlangen sind es oftmals neben administrativen auch pharmakologische Probleme, die einer stärkeren Anwendung von Opiaten entgegenstehen. Oft seien die Substanzen nur unzureichend wirksam, es käme zu ungleichmäßigen Wirkspiegeln, zu Wirkungsschwankungen und stark beeinträchtigenden Nebenwirkungen. Der Experte sieht in der Anwendung von Schmerzpflastern eine gute Möglichkeit, das Behandlungsdefizit zu verringern. Die durch die Haut wirkenden Systeme gelten bereits heute als "Applikationsform der Zukunft".

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