Schmerz­mittel Test

Der böse Zahn pocht, die Gelenke tun weh, das Ziehen hinter der Stirn macht jeden Gedanken unmöglich – Betroffene greifen oft zu Ibuprofen, Paracetamol und Co. Die Auswahl an rezept­freien Arznei­mitteln gegen Schmerzen ist groß, viele sind laut Bewertung der Stiftung Warentest geeignet. Die Wahl des best­möglichen Schmerz­mittels hängt auch von den Symptomen ab. Für alle gilt: Ohne ärzt­lichen Rat sind sie nur kurz­zeitig einzunehmen – künftig müssen sie einen entsprechenden Hinweis tragen.

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TestSchmerz­mittel28.08.2018
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Gängige Schmerz­mittel geeignet

Die Arznei­mittel-Experten der Stiftung Warentest bewerten viele Medikamente gegen Schmerzen als geeignet. Zu ihnen zählen rezept­freie mit Azetylsalizylsäure (ASS), Diclofenac, Ibuprofen, Naproxen und Paracetamol. Sie alle dämpfen nach­weislich Schmerzen und Fieber, viele auch Entzündungen. Was aber Leid­geplagte oft nicht wissen: Die verschiedenen Wirk­stoffe können unterschiedlich anschlagen und bergen unterschiedliche Risiken. Das heißt: Ein Wirk­stoff ist für bestimmte Beschwerden und Patienten sinn­voller als ein anderer. Unsere Schmerz­mittel-Steck­briefe helfen bei der Auswahl. Nach dem Frei­schalten nennen wir Ihnen zudem exemplarisch die jeweils güns­tigsten rezept­freien Präparate zu jedem Wirk­stoff.

Das bietet Ihnen der Schmerz­mittel-Test

Schmerz­mittel im Fokus. Die Wahl des besten Schmerz­mittels hängt von den Symptomen ab. Und auch die Neben­wirkungen der Wirk­stoffe sind unterschiedlich. Hier erklären unsere Medikamenten-Experten die wichtigsten Unterschiede zwischen ASS, Paracetamol, Naproxen, Diclofenac und Ibuprofen und führen die jeweils güns­tigsten Präparate mit Preisen auf.

Güns­tige rezept­freie Präparate. Unsere ausführ­lichen Schmerz­mittel-Steck­briefe sind kostenlos. Wenn Sie das Thema frei­schalten, nennen wir Ihnen exemplarisch die jeweils güns­tigsten rezept­freien Präparate zu jedem Wirk­stoff. Gegen­über dem Original-Präparat sind oft erhebliche Erspar­nisse drin.

Mehr auf test.de. Noch ausführ­lichere Informationen zu den Ursachen von Schmerzen, typischen Anzeichen und Beschwerden sowie geeigneten Wirk­stoffen haben wir in unserer Datenbank Medikamente im Test zusammen­gestellt. Dort finden Sie auch Bewertungen von vielen anderen Medikamenten.

ASS bei Zahn­schmerz nicht erste Wahl

So ist zum Beispiel ASS – kurz für Acetylsalicylsäure – generell geeignet bei leichtem bis mäßig starkem Schmerz. Aber da es die Blut­gerinnung verzögert, ist es speziell bei Zahn­schmerzen nicht die erste Wahl. Paracetamol hingegen ist vor allem bei Zahn-, Kopf- und Glieder­schmerzen sinn­voll. Gegen entzündliche Schmerzen, etwa in Gelenken, richtet es aber kaum etwas aus – während Diclofenac wiederum gerade bei Gelenk­beschwerden zum Einsatz kommt.

Hier setzen die Schmerz­mittel an

Schmerz­mittel Test

Diese Unterschiede haben auch damit zu tun, dass Wirk­stoffe zum Teil an verschiedenen Stellen im Entstehungs­prozess des Schmerzes ansetzen. ASS, Diclofenac, Ibuprofen und Naproxen ähneln einander in diesem Punkt: Sie lindern die Pein direkt am Ausgangs­punkt – indem sie dort die Bildung von sogenannten Prosta­glandinen hemmen. Diese Boten­stoffe entstehen nach Gewe­beschäden und machen Schmerz­rezeptoren an den Enden umliegender Nerven besonders reiz­empfindlich. Die Wirk­stoffe wirken diesem Effekt entgegen, oben­drein dämpfen sie prosta­glandinbe­dingte entzündliche Reaktionen und Fieber.

Güns­tige Effekte ausgehebelt

Prosta­glandine wirken nicht nur bei Krank­heits­prozessen mit, sondern erfüllen noch andere Aufgaben: Sie sorgen beispiels­weise für gute Nieren-Durch­blutung, schützen die Magen­schleimhaut vor Reizungen durch aggressive Magensäure. Schmerz­mittel können diese güns­tigen Effekte aushebeln – mit leichten Unterschieden je nach Substanz. ASS zum Beispiel scheint besonders auf den Magen zu schlagen. Diclofenac und Ibuprofen erhöhen laut neueren Studien das Risiko für Herz­infarkt und Schlag­anfall. Das ist aber nur bei regel­mäßiger Einnahme nach einer ärzt­lichen Verordnung zu beachten, bei gelegentlichem Einsatz rezept­freier Mittel hingegen vernach­lässig­bar.

Paracetamol wirkt anders

Paracetamol unterscheidet sich von den vier anderen Wirk­stoffen: Es entfaltet seine Effekte vor allem im Rückenmark und im Gehirn, wohl nur teil­weise durch die Hemmung von Prosta­glandinen. Somit senkt es Schmerzen und Fieber, richtet allerdings gegen Entzündungen kaum etwas aus. Paracetamol verursacht zudem nur wenig von den prosta­glandinbe­dingten Neben­wirkungen anderer Mittel, kann aber im Über­maß ernste Leberschäden nach sich ziehen.

Keine Dauer­einnahme – Warnhin­weise kommen

Für kurze Zeit und in der laut Beipack­zettel richtigen Dosis sind die Mittel gut verträglich. Im Über­maß können Schmerz­mittel jedoch ernste Neben­wirkungen verursachen – bei Dauer­einsatz ist keines ohne Risiko. Vielen Menschen ist das nicht bewusst, weil sie sie als rezept­freie Mittel für eher harmlos halten. Aus diesem Grund entschied der Bundes­rat Anfang Juni, dass frei verkäufliche Schmerz­mittel bald nur noch mit der Warn­botschaft verkauft werden dürfen: „Bei Schmerzen oder Fieber ohne ärzt­lichen Rat nicht länger anwenden als in der Packungs­beilage vorgegeben!“ Als Faust­regel gilt: ohne ärzt­lichen Rat maximal vier Tage am Stück nehmen – und insgesamt an höchs­tens zehn Tagen im Monat. Wer sie länger braucht oder an sehr starken oder unerklärlichen Schmerzen leidet, sollte auf jeden Fall zum Arzt gehen.

Nutzer­kommentare, die vor dem 25. Juni 2018 gepostet wurden, beziehen sich auf eine frühere Unter­suchung zum selben Thema. Die Steck­briefe zu den einzelnen Wirk­stoffen haben wir am 27. August 2018 erweitert.

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