Schmerzmittel Meldung

Schmerzmittel, die nach Knochenbrüchen verschrieben werden, können eventuell die Knochenheilung stören und verlangsamen. Diese Zusammenhänge, von der US-Society of Bone and Mineral Research bereits vor etlichen Monaten mit Studien belegt, haben in deutschen Kliniken noch nicht zu entsprechenden Konsequenzen geführt. Das geht aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen in verschiedenen renommierten Fachzeitschriften hervor.

Die Störung der Knochenheilung gilt für die „klassischen“ Schmerzmittel wie Diclofenac und Indomethazin ebenso wie für die modernen Cox-2-Hemmer aus der Rheumatherapie. In den Fachinformationen für deutsche Ärzte wird auf solche Probleme bislang nicht hingewiesen. In den USA wird dagegen zum Teil auf Metamizol oder Opioide zurückgegriffen. Untersuchungen am Boston Medical Center belegen immerhin, dass die Beeinträchtigung durch Schmerzmitteleinnahme nur vorübergehend ist und der Heilungsprozess bei Absetzen der Mittel weitergeht, so Professor Thomas A. Einhorn. Dennoch bestünden bei Rheumakranken und Patienten, die die kritischen Mittel dauerhaft einnähmen, erhöhte Risiken, was bei Knochenbruch oder Einsatz von Hüftprothesen bedacht werden müsse.

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