Migräne: Gegen Attacken

Rezeptfreie Medikamente: Bei einer leichten Migräneattacke ohne Übelkeit kann es genügen, ein einfaches Schmerzmittel einzunehmen. Am schnellsten wirkt es aufgelöst aus Brausetabletten oder Granulat oder als Saft. Bei einer mittelschweren oder schweren Migräneattacke wirken Triptane am besten. Rezeptfrei ist Formigran (Wirkstoff Nara­triptan) in einer Packung mit zwei Tabletten (Triptane siehe unten). Sinn­voll ist eine Selbstbehandlung aber nur, wenn der Patient tatsächlich an ­Migräne leidet, sich an die Regeln zur Einnahmehäufigkeit und an die Anwendungsbeschränkungen hält.

Rezeptpflichtige Medikamente: Brechreiz oder Übelkeit im Frühstadium einer Migräne können am ehesten mit Medikamenten unterbunden werden, die die Magenbewegung anregen, wie Domperidon (Motilium) oder Metoclopramid. Sie sollten etwa 15 Minuten vor dem Schmerzmittel eingenommen werden.

Mittelschwerer und schwerer Migräneanfall: Bei einem mittelschweren oder schweren Migräneanfall wirken Triptane am besten. Für Sumatriptan liegen die meisten Erfahrungen vor. Die Wirkstoffe Almotriptan (Medikament Almogran) und Zol­mitriptan (Medikament Asco Top) haben eine vergleichbare Wirkung. Eletriptan (Relpax) und Rizatriptan (Maxalt) wirken etwas stärker als Sumatriptan, können aber häufiger zu Nebenwirkungen führen. Naratriptan (Naramig) und Frovatriptan (Allegro) wirken etwas schwächer als Sumatriptan, dafür aber länger.

Bei Migräneattacken: Naratriptan und Frovatriptan wirken länger als die anderen Triptane und können das Risiko wiederkehrender Kopfschmerzen verringern. Sie eignen sich daher besonders für Patienten mit lang andauernden Migräneattacken. Bei drei und mehr Migräneattacken pro Monat sollte dem Migräneschmerz mit Medikamenten vorgebeugt werden.

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