Patienten kann bei Behand­lungs­fehlern und unzu­reichender Aufklärung über Risiken ein Schmerzens­geld zustehen, wenn sie beim Heilpraktiker einen Schaden erleiden. Als ein Mann sich wegen Spannungs­schmerzen in den Augen, geschwollenen Augen­lidern und Heuschnupfen von einem Heilpraktiker behandeln ließ, erlitt er bei einer sogenannten Moxa-Therapie eine schwerwiegende Verbrennung. Der Betroffene verklagte den Heilpraktiker auf Zahlung eines Schmerzens­gelds. Das Land­gericht Bonn gab der Klage statt (Az. 9 O 234/ 14). Der Heilpraktiker habe seinen Patienten nicht ausreichend über die Gefahren aufgeklärt. Hinzu kamen grobe Behand­lungs­fehler, da die Moxa-Therapie keine geeignete Behand­lungs­methode für die Beschwerden des Patienten darstellte und der Heilpraktiker ihn nicht durch­gehend beaufsichtigte.

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