Schmerzensgeld Meldung

Ein Schmerzensgeld von 600 Mark erhielt eine Brandenburgerin für ein missglücktes Zungenpiercing. Beinahe hätte ihr ein Stück der Zunge amputiert werden müssen, weil sich die Stichwunde entzündet und der Piercingstecker bis zum Zungenbändchen durchgeeitert war.

Das Piercingstudio muss zahlen, weil es die junge Frau nicht vor den möglichen Komplikationen des Zungenpiercings gewarnt hatte. Außerdem muss es den Preis von 120 Mark an die Kundin zurückerstatten. Die Vertragsformulare, die das Piercingstudio verwendet, reichten nicht aus, um die Kunden umfassend über mögliche Folgen aufzuklären ­ zu rechnen ist mit Infektionen, Thrombose, Embolie und neurologischen Ausfällen.

Mehr Schmerzensgeld als die 600 Mark ist aber nicht drin, urteilte das Amtsgericht Neubrandenburg (Az. 18 C 160/00). Denn die Frau habe sich freiwillig einem Eingriff unterzogen, der allein der Mode diene.

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