Scherze unter Kollegen können ins Auge gehen: Ein Auszubildender in einer Auto­werk­statt warf beim Auswuchten von Reifen ein etwa 10 Gramm schweres Wucht­gewicht nach einem Kollegen.

Er verletzte ihn so schwer am Auge, dass der Kollege einen Dauer­schaden davon­trug und den Azubi auf 25 000 Euro Schmerzens­geld verklagte.

Die Berufs­genossenschaft muss dafür nicht aufkommen. Sie zahlt zwar für fahr­lässig verursachte Verletzungen von Kollegen am Arbeits­platz, aber nur, wenn es sich um Arbeits­unfälle handelt. Mit Gegen­ständen zu werfen, gehöre nicht zur Arbeit, urteilte das Hessische Landes­arbeits­gericht (Az. 13 Sa 269/13).

Wenn der Azubi keine private Haft­pflicht­versicherung hat, muss er selbst für den Schaden aufkommen.

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