Der Klügere gibt nach. Das gilt auch, wenn man nach einer tätlichen Auseinandersetzung vom Gegner Schmerzensgeld haben will. Egal ob man damit ein tatsächlich oder auch nur vermeintlich bestehendes Recht durchsetzen will: Wer sich und sein Gegenüber durch Unnachgiebigkeit sogar in Lebensgefahr bringt, hat keine Entschädigung verdient, so das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (Az. 24 U 45/98).

In dem zugrunde liegenden Fall hatte ein Mann mit einer Kettensäge die vom Nachbargrundstück herüberhängenden Äste gestutzt. Dagegen wehrte sich der Nachbar vehement mit einer Stange. Nur durch ein Wunder kam es dabei zu keinen schweren Verletzungen. Wegen der "Todesangst" und "Lebensgefahr" hatte der Baumverteidiger 30.000 Mark Schmerzensgeld verlangt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 205 Nutzer finden das hilfreich.