4 000 Euro Schmerzens­geld erhielt ein Patient, nachdem ein Arzt bei einer Wundbe­hand­lung einen Holz­splitter über­sehen hatte. Knapp unter­halb des Kniegelenks hatte sich der Mann einen Holz­splitter in den Unterschenkel gestoßen und selbst heraus­gezogen. Zur Versorgung der Wunde wandte er sich an einen Arzt. Die Wunde heilte nicht. Später stellte sich heraus, dass ein Holz­splitter zurück­geblieben war. Der hatte zu einer Entzündung geführt. Die Heilung dauerte schließ­lich drei Monate, weitere Operationen waren notwendig. Der Patient hatte erhebliche Schmerzen. Gerade wenn ein Holz­splitter tief eindringt, müsse mit der Ablösung und dem Verbleib von Splittern gerechnet werden, die auf einem Röntgen­bild nicht zwingend sicht­bar seien, entschied das Ober­landes­gericht Köln zugunsten des Patienten (Az. 5 U 18/11).

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