Schlüsselqualifikationen Special

Fachwissen allein genügt heute nicht mehr. Wichtig sind auch Team- und Konfliktfähigkeit, Stressresistenz, Organisationstalent und Kommunikationsstärke. Diese Schlüssel­qualifikationen, auch Soft Skills genannt, können Berufstätige lernen. Welche Weiterbildungen gut sind? Im neuen test Spezial „Karriere“ stellt die Stiftung Warentest die besten vor.

Schlüssel zum Berufserfolg

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Warum Soft Skills wichtig sind

Sie öffnen Türen auf dem Weg nach oben, entscheiden über Gehaltserhöhungen und Karrieresprünge und spielen bei der Einstellung neuer Mitarbeiter eine wichtige Rolle. Schlüsselqualifikationen, häufig auch Soft Skills genannt, stehen bei Arbeitgebern hoch im Kurs. Ob Sachbearbeiter oder Führungskraft – wer weiterkommen will, darf nicht nur Fachwissen mitbringen. Der kompetente Umgang mit der Zeit, mit modernen Präsentationsmedien, mit Kollegen und Konflikten ist im 21. Jahrhundert der Schlüssel zum Berufserfolg.

Seminare, Ratgeber und CD-Roms im Test

Für das test Spezial „Karriere - Weiterbilden und den Job sichern“ hat die Stiftung Warentest Weiterbildungen in ganz Deutschland getestet – von Zeitmanagement bis Stressbewältigung, von Konfliktmanagement über Mitarbeiterführung bis Präsentationstechniken. Das neue Heft stellt nicht nur die besten Seminare vor. Es zeigt auch, welche Ratgeber, CD-Roms und Internetkurse zu diesen Themen weiterhelfen, welche Fördertöpfe es gibt und wie sich mit Weiterbildung auch noch Steuern sparen lassen.

Gut präsentieren – mit und ohne Powerpoint

Zahlen, Konzepte und Ideen vor Kollegen oder Kunden zu präsentieren, gehört in vielen Berufen zum Arbeitsalltag. Doch wie gelingt das spannend und unterhaltsam? Welche rhetorischen Tricks gibt es? Wie sieht eine gute Vorbereitung aus? Wann ist ein Flipchart sinnvoll, wann ein Beamer? Und was tun bei kritischen Nachfragen?

Häufig greifen Vortragende zu Powerpoint, um Arbeitsergebnisse vorzustellen. In die Bedienung der Software führen Powerpoint-Lernprogramme auf CD-Rom und im Internet ein. Doch ist eine Serie beschriebener Folien noch keine gute Präsentation. Die Grundlagen für gutes Präsentieren lernen Berufstätige am besten in Kursen zum Thema Präsentationstechniken.

Kontern lernen – Konflikte lösen

Einen Berufsalltag ohne Konflikte gibt es nicht. Was im Streitfall hilft? Miteinander reden, weiß Birgit Gantz-Rathmann, Konfliktmanagerin bei der Deutschen Bahn. Im Porträt berichtet die Juristin, wie sie Auseinandersetzungen unter den 240 000 Mitarbeitern aus der Welt schafft.

Ungelöste Konflikte kosten die Wirtschaft Milliarden. Wird nicht zügig eine Lösung gefunden, eskaliert der Streit womöglich. Auch Mobbing kann die Folge sein. Streithähne können in Konfliktmanagement-Kursen lernen, besser mit Konflikten umzugehen. Als Ergänzung zum Seminar sind auch Ratgeber sinnvoll.

Führen will gelernt sein

Chef zu sein, ist nicht leicht. Der Führungsnachwuchs und Frauen an der Spitze stehen besonders unter Druck. Kurse in Mitarbeiterführung helfen Vorgesetzten von heute und morgen auf die Sprünge. Auch die Ingenieurin Ulrike Scharwächter eignete sich das Know-How für ihre Spitzenposition in Weiterbildungen an. Im Porträt schildert die Bereichsleiterin bei einem Mineralölkonzern ihren Weg nach oben. Besonders geholfen hat ihr eine erfahrene Managerin, die ihr als Mentorin mit Rat und Tat zur Seite stand. Mentoring ist heute in vielen Unternehmen fester Bestandteil der Nachwuchsförderung und für Frauen das beste Förderprogramm.

Zeit managen – Stress vorbeugen

Jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland hat Stress im Job. Nach Rückenschmerzen ist Stress das zweithäufigste Gesundheitsproblem. In speziellen Kurse zum Thema Stressmanagement erfahren die Teilnehmer, wie sich Belastungen besser bewältigen lassen. Sind Zeitprobleme Ursache für stressige Stunden am Arbeitsplatz, empfehlen sich Zeitmanagement-Kurse. Ergänzend eignen sich auch Bücher und Audio-CDs zum Thema.

Nur wer in seiner Freizeit für Ausgleich sorgt, ist auf Dauer leistungsfähig im Beruf. Work-Life-Balance heißt es heute neudeutsch, wenn von einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Job, Familie, Freunden und Freizeit die Rede ist. Bei Manager Ralf Haake fehlte die Balance über Jahre. Bis zur Erschöpfung arbeitete der heute 43-Jährige – getrieben von der Sucht nach Anerkennung. Die Folge: ein Burnout mit Klinikaufenthalt und mehrwöchigem Arbeitsausfall. Im Porträt erzählt der 43-Jährige, wie er das Gleichgewicht fand.

Weiterbilden und Geld sparen

Der Weiterbildungsmarkt ist mit schätzungsweise 600 000 Kursen ein echter Dschungel. Die Gefahr, im falschen Kurs zu landen, ist groß. Bei der Kursauswahl sollten Bildungsinteressierte Anbieter und Informationen vorab gut prüfen, um einem Reinfall vorzubeugen. Denn Weiterbildungen sind teuer – für ein Seminar können schon mal mehrere hundert Euro anfallen. Zum Glück gibt es Möglichkeiten, bares Geld zu sparen durch staatliche Förderprogramme, Bildungsurlaub oder Steuervorteile.

Sonderheft

Schlüsselqualifikationen Special

Diese und viele weiterführende Informationen stehen im test Spezial „Karriere - Weiterbilden und den Job sichern“. Das Heft hilft bei der Entscheidung für den richtigen Kurs, stellt die besten Ratgeber und CD-Roms vor und gibt eine Übersicht über die wichtigsten Fördertöpfe für Lerner. Das Sonderheft hat 96 Seiten und kostet 7,50 Euro.

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