Verlangt ein Schlüsseldienst zu viel Geld, muss der Kunde nicht zahlen. Wenn die Rechnung den üblichen Preis um das Doppelte übersteigt, ist der Vertrag nichtig. So urteilte das Amtsgericht Viersen im Fall eines Schlüsseldienstes, der ein Garagenschloss ausgewechselt und fast 350 Euro verlangt hatte (Az. 23 C 13/03). Angemessen waren nicht einmal 100 Euro, meinte ein Gutachter.

Damit ein Schlüsseldienstvertrag tatsächlich nichtig ist, müssen zum überteuerten Preis üblicherweise aber noch Umstände wie eine verwerfliche Gesinnung des Vertragspartners kommen. Bei solchen Mondpreisen gehen Gerichte aber in der Regel ohne weitere Prüfung gleich von einer miesen Gesinnung aus.

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