Bank­schließ­fächer

Gewusst wie: Schließ­fach mieten

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Bank­schließ­fächer - Die Welt der Tresore
Mini bis maxi. Je nach Größe fassen Bank­schließ­fächer einen Inhalt von 1 bis 400 Litern. © Thomas Rathay

Wem es zu unsicher ist, größere Mengen Bargeld, wichtige Dokumente und Wert­gegen­stände wie Schmuck oder Gold zu Hause aufzubewahren, der sollte ein Schließ­fach mieten.

Bank­schließ­fächer Testergebnisse für 52 Schließ­fächer 12/2021

Sie benötigen:

  • Personal­ausweis oder Reisepass mit Melde­bestätigung
  • Hilf­reich ist ein Giro­konto bei einer Bank mit Schließ­fach­anlage

Schritt 1

Über­legen Sie, was Sie in das Fach hinein­tun wollen, denn nach der Größe richtet sich der Preis. Die meisten Banken bieten mehrere Schließ­fach­größen an: von S (etwa 1 Liter) bis XXL (in Einzel­fällen über 400 Liter). Wenn Sie häufiger an das Fach heran­müssen, sollte es in Wohn­ortnähe sein. Das ist nicht immer möglich, weil es wegen hoher Nach­frage Wartelisten gibt oder die Anlagen sogar komplett vermietet sind.

Schritt 2

Anlauf­stelle ist zuerst Ihre Haus­bank. Hat diese keine Schließ­fächer – wie Post­bank und Targo­bank – oder ist ausgebucht, wenden Sie sich an eine fremde Bank. Dort müssen Sie fragen, ob sie auch an Nicht­kunden vermietet. In diesem Fall kann beim Miet­preis ein saftiger Aufpreis fällig werden. Dritte Möglich­keit: Gehen Sie zu einem banken­unabhängigen – oft ebenfalls teureren – Anbieter. Die sind meist nur in großen Städten präsent. Eine Über­sicht über Schließ­fach­größen, Preise und Versicherungen von 40 Banken und 12 banken­unabhängigen Anbietern bietet unser Test Schließfächer.

Schritt 3

Vereinbaren Sie mit dem Anbieter Ihrer Wahl einen Termin vor Ort. Dort schließen Sie schriftlich einen Vertrag, der unter anderem die Schrankfach­nummer, Mietdauer, Miet­preis und eine mögliche Versicherung nennt.

Schritt 4

Prüfen Sie, ob im Miet­preis eine Versicherung für den Schließ­fach­inhalt enthalten ist, insbesondere Bargeld ist manchmal ausgeschlossen. Ist die Versicherung inklusive, prüfen Sie, ob die Versicherungs­summe ausreicht. Gegen Aufpreis können Sie oft zusätzlichen Schutz abschließen. Alternativ können Sie Versicherungs­schutz über Ihre Hausrat­versicherung anfragen.

Schritt 5

Fertigen Sie eine Bestands­liste an, damit Sie im Schadens­fall beweisen können, was im Schließ­fach lag. Fotografieren Sie Schmuck in häuslicher Umge­bung und heben Kauf­belege und Expertisen auf. Schwieriger ist der Nach­weis bei Bargeld. Hier sollten Betrag, Anzahl der Scheine und Stückelung sowie der Zeit­punkt der Einlagerung dokumentiert werden. Außerdem sollten Sie nach­weisen können, woher das Geld stammt, zum Beispiel durch Auszahlungs­belege einer Bank oder Verkaufs­quittung eines Schmuck­stücks.

Bank­schließ­fächer Testergebnisse für 52 Schließ­fächer 12/2021

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 07.11.2022 um 16:57 Uhr
Bankschließfächer

@Bardt: Wir haben die Untersuchung in der Finanztest-Ausgabe 2/2022 veröffentlicht.

Bardt am 07.11.2022 um 16:25 Uhr
Bankschließfächer

Mir wird berichtet, im Heft Stiftung Warentest 12/21 sei ein Test/Bericht von Bankschließfächern erschienen. Mehrfach habe ich das Heft durchgesehen aber nichts dergleichen gefunden. Können Sie mir bitte helfen?

d.u.k am 23.01.2022 um 12:34 Uhr
Sehr teuer

Bei der Nordthüringer Volksbank in Nordhausen kostet das kleinste Schließfach seit etwa einem Jahr für Kunden die dort kein Konto haben 150 Euro. Die Frage ist, sofern man eines möchte, haben sie die Wahl, die Antwort nein, denn bei anderen Sparkassen und Banken in der näheren oder weiteren Umgebung, insbesondere dort, wo sie kein Kunde sind haben sie entweder keine Chance eines zu mieten oder halt sehr hohe Mietkosten.

Profilbild Stiftung_Warentest am 20.12.2021 um 10:51 Uhr
Adressen

@dikreu: Wir bitten um Verständnis, wir verlinken in unseren Untersuchungen grundsätzlich nicht auf Anbieterseiten. Die Stiftung Warentest ist nach Gesetz und Satzung streng neutral.

Thorsten.Maverick am 19.12.2021 um 16:40 Uhr
Versicherung ist sehr teuer

Wir haben bei der Sparkasse miS ein Safe. Die haben jetzt große Probleme, weil sie Filialen geschlossen haben und deren Safes jetzt auch noch im Tresorraum stehen. Schließfächer werden noch richtig knapp werden. Die Warteliste ist lang. Der Inhalt ist nicht versichert, die Versicherung ist richtig teuer, weil da Goldbarren gelagert werden. Ich habe alles mal photographiert, falls es doch einen Einbruch gibt.
Seit der Flutkatastrophe im Sommer sehe ich Absaufen als sehr reales Risiko bei einem Safe. Hier wurde es auch schon einmal knapp, weil die Ruhr Hochwasser hatte. In anderen Orten sind Tresorräume abgesoffen. Das war es dann mit den Dokumenten. Also alles vorher scannen.
Man sollte mindesten B4 Grundfläche wählen, damit man einen C4 Umschlag mit Dokumenten problemlos lagern kann. Zwei kleine Fächer sind oft besser als ein großes. Fünf Kg im Fach sind schon kritisch beim Entnehmen der Kassette.