Nicht alle Banken bieten auch Fremd­kunden Schließ­fächer an.

Was kostet es, Schmuck, Gold und wichtige Dokumente in einem Bank­schließ­fach vor Verlust und Beschädigung zu schützen? Die Stiftung Warentest hat die Konditionen von 29 Banken und 3 banken­unabhängiger Anbietern getestet. Der Test zeigt: Bei Preis und Versicherungs­schutz gibt es große Unterschiede. Die Miet­preise für unseren Modell­fall reichen von rund 40 bis knapp 500 Euro im Jahr. Etliche Banken vermieten nur ihren eigenen Kunden ein Schließ­fach.

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TestBank­schließ­fächer17.03.2020
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Schließ­fach von fremder Bank kostet extra

Nur 10 von 29 Banken, die uns ihre Miet­preise mitgeteilt haben, vermieten ihre Schließ­fächer auch an fremde Kunden. Diese müssen dann teil­weise den doppelten Preis zahlen. Die Nach­frage ist seit Jahren hoch: Bei den Banken in unserem Test lag die Auslastungs­quote zwischen 50 und 92 Prozent.

Das bietet der Schließ­fach-Test der Stiftung Warentest

Miet­preise. Die Tabelle zeigt die Miet­preise für Schließ­fächer bei 29 Banken und 3 privaten Anbietern. Unser Modell­fall ist ein Stahlfach, in das ein breiter Akten­ordner passt. Neben dem Preis für unser Modell­fach nennen wir für jeden Anbieter die Preise des kleinsten und des größten Schließ­faches. Außerdem zeigt unsere Tabelle, welche Banken nur an eigene Kunden vermieten und welche Aufpreise einzelne Banken von Nicht­kunden nehmen.

Versicherungs­schutz. Wir führen auf, bis zu welcher Höhe die Schließ­fächer versichert sind. Die Tabelle zeigt, wie viel eine Erhöhung der Versicherungs­summe gegebenenfalls kostet. Und wir sagen, ob ein eigener Tresor zu Hause eine Alternative zum Bank­schließ­fach ist.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Finanztest 04/2020.

Große Preis­unterschiede bei Bank­schließ­fächern

Für den Test hat die Stiftung Warentest die Konditionen von 80 Banken und 9 alternativen Anbietern abge­fragt. 36 Geldhäuser und drei Anbieter von banken­unabhängigen Schließ­fächern haben uns ihre Konditionen mitgeteilt. 31 Anbieter reagierten nicht auf unsere Anfrage, 26 weitere haben uns keine Auskunft zu ihren Schließ­fächern gegeben.

Ein Akten­ordner muss reinpassen.

Banken bieten oft verschieden große Schließ­fächer an. Deshalb haben wir für die Vergleich­barkeit, jeweils den Preis für ein Fach abge­fragt, in das ein breiter Akten­ordner passt (Breite: 29 cm/ Höhe: 8 cm/ Tiefe: 32 cm). Die güns­tigste Bank verlangte dafür 40 Euro Jahres­miete, die teuerste stolze 200 Euro. Bei den alternativen Anbietern lag die Miete sogar noch höher: Einer verlangt knapp 500 Euro.

Auf den Versicherungs­schutz achten

Wer ein Schließ­fach mietet, sollte nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den darin enthaltenen Versicherungs­schutz achten. Warum das wichtig ist, verdeutlicht ein Beispiel aus Nieder­sachsen: Durch ein Hoch­wasser wurde im Juli 2017 der Tresorraum einer Filiale der Sparkasse Hildesheim-Goslar-Peine geflutet und der Inhalt vieler Schließ­fächer zerstört. Die meisten Kunden bekamen den Schaden nicht ersetzt. Der Grund: In der Miete fürs Bank­schließ­fach war kein Versicherungs­schutz für Elementarschäden enthalten.

Sechs Banken bieten keinen Versicherungs­schutz an

Dass dies kein Ausnahme­fall ist, zeigt unser Schließ­fach-Test. Bei sechs Kredit­instituten ist im Miet­preis kein Versicherungs­schutz inklusive. Bei anderen Geldhäusern ist die Versicherungs­summe gering und beträgt weniger als 10 000 Euro. In unserer Tabelle führen wir daher genau auf, wie hoch der enthaltene Versicherungs­schutz bei den verschiedenen Banken ist. Wir zeigen außerdem, was zusätzlicher Versicherungs­schutz kostet.

Nutzer­kommentare, die vor dem 17. März 2020 gepostet wurden, beziehen sich auf eine frühere Unter­suchung zum selben Thema.

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