Unser Rat

Arztbesuch. Wenn Sie nach einem Auffahrunfall zum Arzt gehen, bitten Sie um einen eindeutigen und ausführlichen Befund. Mit einem Gefälligkeitsattest oder dem bloßen „Verdacht auf Schleudertrauma“ ist Ihnen nicht geholfen.

Prozess. Vor Gericht müssen Sie Ihre Verletzung beweisen. Bei einem unklaren Befund gelingt das meist nur mit dem Beleg, dass Sie in einer außergewöhnlichen Sitzposition waren oder Vorschäden an der Wirbelsäule eine Verletzung begünstigt haben können. Auch dann haftet der Unfallverursacher, denn der BGH meint: „Er trägt das Risiko, dass das Opfer nicht zu den Starken dieser Welt gehört.“

Mietwagen. Ärger droht, wenn Sie nach dem Unfall auch die Kosten für einen Mietwagen von der gegnerischen Versicherung fordern. Versicherer meinen, mit einem Schleudertrauma könne man nicht Auto fahren. Verweisen Sie auf das Urteil des OLG Hamm (Az. 3 U 200/93). ­Danach geht das sehr wohl.

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