Schlechtes Tattoo Meldung

Wenn ein Tattoo mangelhaft ist, darf die Kundin Schmerzens­geld verlangen. Sie muss keine Nachbesserungs­versuche über sich ergehen lassen.

Vor dem Ober­landes­gericht Hamm hatte eine Frau geklagt, bei der das Tattoo zu tief in der Haut saß, sodass die Farbe verlief. Der Tätowierer wollte es von einem Arzt beseitigen lassen und dann neu stechen. Das muss die Frau nicht mit sich machen lassen, entschied das Gericht (Az. 12 U 151/13). Gerade bei schmerzhaften Arbeiten und der Gefahr von gesundheitlichen Beein­trächtigungen sei Vertrauen in den Unternehmer wichtig. Und das sei hier schwer erschüttert. Die Kundin bekommt 750 Euro Schmerzens­geld und der Betrieb muss die Entfernung des Tattoos bezahlen.

Sind dagegen nur kleine Korrekturen nötig, muss eine Kundin das hinnehmen. So urteilte das Amts­gericht München in einem anderen Fall (Az. 213 C 917/11).

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