Schlank­heits­mittel im Test Ganz einfach dünner werden – geht das?

02.01.2020
Schlank­heits­mittel im Test - Ganz einfach dünner werden – geht das?
Ganz leicht Abnehmen mit ein paar Kapseln? Wir gehen der Wirkung von Schlank­heits­mitteln auf den Grund. © Alamy / BSIP SA

Schlank­heits­mittel verheißen leichtes Abspe­cken. Zu Recht? Die Stiftung Warentest bewertet häufig verkaufte rezept­freie und rezept­pflichtige Präparate zum Abnehmen – in unserer Medikamentendatenbank und den Artikeln der Zeitschrift test.

Inhalt

Verheißungs­volle Versprechen

Hart ist er, der Weg zur Traumfigur. Kapseln und Co wecken Hoff­nung, dass die Pfunde leicht purzeln. Teil­weise verspricht die Werbung üppige Gewichts­abnahmen und gerten­schlanke Taillen. Vermarktet werden die Präparate unter Begriffen wie Sättigungs­kapseln, Fatburner, Fett­blocker oder Kohlenhydrat­blocker. Einfach schlu­cken und dann dünner werden – kann das klappen?

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Test Schlank­heits­mittel im Test

02.01.2020

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Viel­verkaufte Schlank­heits­mittel im Test

Für unsere Arzneimitteldatenbank haben medizi­nische und pharmazeutische Experten Schlankheitsmittel begutachtet – und zwar solche, die in Apotheken laut Markt­analysen besonders häufig über die Laden­theke gehen. Die Fachleute beur­teilten, ob für sie aussagekräftige Studien vorliegen und was sie besagen. Einige Mittel schaffen zumindest das Urteil „Mit Einschränkung geeignet“.

Schlank­heits­mittel im Test: Sie haben die Wahl

Wir haben unsere Medikamentenbe­wertungen in zwei Varianten aufbereitet

Heft­artikel.
Sie sind vor allem an einem schnellen Über­blick darüber interes­siert, wie die Stiftung Warentest Schlank­heits­mittel einschätzt? Dann schalten Sie hier das PDF zum Testbe­richt aus test 1/2019 frei. Er ordnet etwa 20 rezept­freie Schlank­heits­mittel ein und enthält Informationen zu Formuladiäten. Zusätzlich erhalten Sie auch das PDF zur Vorgänger­unter­suchung aus test 2/2014.
Daten­bank.
Hier finden Sie Bewertungen für 13 vielverkaufte Schlankheitsmittel aus Apotheken – rezept­freie und rezept­pflichtige. Als Flatrate-Nutzer oder im kosten­pflichtigen Einzel­abruf können Sie auch weitere Bewertungen der Stiftung Warentest lesen – zu insgesamt mehr als 9 000 Medikamenten für 132 Krankheiten. Die Daten­bank enthält laufend aktualisierte Preis­angaben für die unterschiedlichen Packungs­größen sowie Hinweise zur Anwendung der bewerteten Präparaten und zu allgemeinen Maßnahmen, die beim Abnehmen helfen.

Von rezept­freien Mitteln bis „Abnehm­spritze“

Neben rezept­freien wurden auch verschreibungs­pflichtige Medikamente einbezogen. Dazu zählen Präparate mit Amphet­aminen sowie die „Abnehm­spritze“ Saxenda mit dem Wirk­stoff Liraglutid. Ein weiterer Wirk­stoff namens Orlistat ist in höherer Dosis rezept­pflichtig, in nied­rigerer Dosis rezept­frei erhältlich – mit unterschiedlicher Bewertung. Die übrigen rezept­freien Schlank­heits­mittel in unserer Daten­bank – etwa mit Chitosan oder mit einem Faser­komplex plus Vitaminen – gelten recht­lich als Medizin­produkte.

[Update 15.07.2021] Hoff­nung auf neue Abnehm­spritze

Einmal pro Woche.
Schwer Überge­wichtigen könnte bald eine wöchentliche Spritze helfen, Gewicht zu verlieren. Eine Studie gibt Anlass zur Hoff­nung. Der Wirk­stoff heißt Sema­glutid. Bislang ist er für Diabeteskranke zur Blut­zuckersenkung zugelassen – unter anderem als Spritze unter dem Namen Ozempic. Semaglutid muss – anders als Liraglutid – nicht täglich, sondern nur einmal pro Woche injiziert werden.
Studie mit Nicht-Diabeteskranken.
Kürzlich wies eine herstel­lerfinanzierte Studie mit Nicht-Diabeteskranken nach, dass die Spritze höherdosiert Menschen mit Adipositas beim Abnehmen helfen kann. Für die Studie wurden knapp 2 000 schwer Überge­wichtige – mehr­heitlich Frauen, die im Schnitt 105 Kilogramm wogen – zufäl­lig aufgeteilt.
Rund 15 Kilo in 16 Monaten.
Beteiligte, die sich einmal wöchentlich Semaglutid spritzten, verloren in 16 Monaten im Schnitt 15,3 Kilo. In der Vergleichs­gruppe waren es nur 2,6 Kilo. Damit war der Gewichts­verlust deutlicher als in Studien mit anderen Medikamenten. Die Risiken einer Lang­zeit­anwendung sind aber noch nicht ausreichend erforscht. Drei von vier Personen bekamen während der Studie Magen-Darm-Beschwerden, vor allem Übel­keit.
Ernährung umstellen und bewegen.
Die Studien­beteiligten wurden intensiv dabei unterstützt, Kalorien einzusparen und sich mindestens 150 Minuten pro Woche zu bewegen. Solche Veränderungen des Lebens­stils bleiben auch beim Abnehmen mit Spritze niemandem erspart. Die US-Arznei­mittel­behörde erteilte Semaglutid bereits eine Zulassung für schwer Überge­wichtige. Die Europäische Arznei­mittel­behörde bearbeitet aktuell einen entsprechenden Antrag. [Update Ende]

Schlank­heits­mittel in vielen Vertriebs­kanäle

Noch viele weitere rezept­freie Abnehm-Mittel aus Apotheken, Drogerien, Supermärkten, Reformhäusern, Online-Shops werden als Medizin­produkte oder Nahrungs­ergän­zungs­mittel vermarktet. Für sie gelten weniger strenge Regeln als für die Zulassung von Medikamenten. Unser letzter großer Test solcher Abnehmpräparate fand 2014 statt. Sie erhalten ihn nach dem Frei­schalten als PDF. Er informiert zu 20 Schlank­heits­mitteln und außerdem zu Formuladiäten wie Almased, Slimfast, Yokebe.

Dem Jo-Jo-Effekt den Gar­aus machen

Grund­sätzlich gilt: Selbst wenn Schlank­heits­mittel etwas bewirken sollten, kehren die Pfunde nach dem Absetzen oft ruck­zuck wieder zurück. Diesem gefürchteten Jo-Jo-Effekt schlägt nur ein Schnipp­chen, wer Gewohn­heiten ändert. Mehr bewegen, kalorienärmer essen – das bleibt das Rezept. Mehr Infos zum Thema stehen in unserer Daten­bank und in unserem aktuellen Report zu psychologischen Hilfen bei Übergewicht.

Nutzer­kommentare, die vor dem 18. Dezember 2019 gepostet wurden, beziehen sich auf die Untersuchung aus test 2/2014.

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