So sind wir vorgegangen

Im Test: 16 Schlankheitsmittel, die im Internet mit sehr weitreichenden Wirksamkeitsversprechen beworben wurden. Basis der Auswahl war eine Internetrecherche zu Stichwörtern wie „schnell schlank“, „Abnehmpille“. Exemplarisch ausgewählt wurden Produkte, die über eine deutsch- oder englischsprachige Webseite angeboten wurden und aufgrund der angegebenen Inhaltsstoffe oder beschriebenen Wirkungen gesundheitsrelevant waren. Sie wurden verdeckt im Internet bestellt. Exemplarisch wurde zudem ein rezeptpflichtiges Schlankheitsmittel ohne Rezept online bestellt.
Preise: Kaufpreise ohne Versandkosten.
Erhebungs- und Einkaufszeitraum: Oktober 2006 bis Dezember 2006.

Beurteilung der Produkte

Die Gesundheitsgefährdung wurde nach Auswertung der Kennzeichnung oder der Internetangaben des Anbieters und anhand der angegebenen Zusammensetzung und der Analysen beurteilt. Basis dafür waren gesetzliche Vorschriften und veröffentlichte wissenschaftliche Literatur. Die Kapselfüllmasse wurde durch Wägung ermittelt. Es wurde ein Screening auf pharmakologisch wirksame Substanzen wie Laxantien, Diuretika, Schilddrüsenhormone, Metformin, Koffein, Ephedrin und andere Appetitzügler sowie auf Leitsubstanzen besonders ausgelobter Inhaltsstoffe durchgeführt. Qualitativ erfasste Substanzen wurden quantitativ durch HPLC/DAD oder LC/MS oder GC/MS bestimmt.

Bewertet wurden zusätzlich zu jedem Produkt Angaben auf den Internet-Bestellseiten, Informationen auf der Verpackung und, wenn vorhanden, auf den Packungsbeilagen.

Irreführende Werbeaussagen wurden durch fünf Experten ausgezählt und nach den dort versprochenen Eigenschaften des Produkts kategorisiert, wie zum Beispiel „Fördert die Gesundheit“.

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