Ran an den Speck: Die Zahlen

Etwa 15 Kilo nimmt der Bundesbürger zwischen dem 20. und 60. Lebensjahr durchschnittlich zu. Ursachen sind mangelnde körperliche Aktivität, schwindende Muskelmasse, was bei gleich bleibender Energiezufuhr zur Gewichtszunahme führt. Beleibt sind 47 Prozent der Männer und 32 Prozent der Frauen, 1 Prozent sind extrem übergewichtig.

Studien, die positive Effekte der Gewichtsabnahme auf die Lebenserwartung belegen sollen, sind noch nicht abgeschlossen, erste Ergebnisse in zwei bis drei Jahren zu erwarten. Nur jeder fünfte Patient nimmt allerdings durch Diät dauerhaft ab.

Die Folgekosten von Übergewicht (Adipositas) werden mit rund 300 Millionen Euro beziffert. 70 Prozent der Kosten für Typ-2-Diabetes, 40 Prozent bei Herzinfarkt und ein unbekannt hoher Anteil an Gelenkerkrankungen gehen zulasten des Übergewichts.

Das Maß

Rettungsringe beim Mann, zu runder Bauch bei der Frau und dickliche Oberschenkel? Um das Gewicht aus medizinischer Sicht zu beurteilen, bedient man sich heute des Body-Mass-Indexes (BMI). Er errechnet sich so: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergröße in Metern (BMI = kg/m²): Jemand wiegt 68 Kilogramm und ist 168 Zentimeter = 1,68 Meter groß. Der BMI = 68 (kg Gewicht) : 1,68 (m Körpergröße)² = 24,11. Ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 gilt als normal, Werte von 25 bis 29,9 als Übergewicht. Ab BMI 30 besteht ein Krankheitswert, bei Diabetes oder Bluthochdruck ab 27. Ab BMI 30 spricht man von Fettleibigkeit (Adipositas). Sie ist unbedingt behandlungsbedürftig.

Der Nutzen

Pro Kilogramm Gewichtsabnahme sinkt der Blutdruck bei Bluthochdruck um 1,5 mm Hg systolisch (der obere Blutdruckwert) und 0,8 mm Hg diastolisch (der untere). Bei 10 Kilogramm Gewichtsabnahme erreicht man eine Blutdrucksenkung von 15/8 mm Hg. Das entspricht dem Effekt einer wirksamen medikamentösen Therapie.

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