Schlankheitsmittel CM3 Meldung

Acht Fälle von Darmverschlüssen im Zusammenhang mit dem Schlankheitsmittel CM3 sind dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Berlin inzwischen bekannt. In den CM3-Kapseln steckt hochvernetzte Zellulose aus Flachs, Baumwolle und Holzfaser, die im Magen um ein Vielfaches aufquillt. Ohne reichlich Flüssigkeit eingenommen, können solche Quellmittel den Darm blockieren. CM3 wird als Appetitbremse verwendet und über Apotheken vertrieben.

Das "arznei-telegramm" (a-t), ein Informationsdienst für Ärzte und Apotheker, berichtete über einen solchen Fall. Betroffen war eine 56 Jahre alte Frau, die vor 20 Jahren eine Darmoperation hatte und jetzt einen Darmverschluss erlitt. Eine Notoperation wendete das Schlimmste ab.

a-t: "Die Fragen an den Gesetzgeber werden immer dringender: Warum dürfen auf der Schiene von Medizinprodukten derart bedenkliche Präparate in Verkehr gebracht werden?" Drei Betroffene hatten die Gegenanzeigen Darmerkrankungen und zurückliegende Bauch-operationen nicht beachtet und auch bei weiteren Verdachtsberichten soll es Gegenanzeigen für den Gebrauch gegeben haben. Das "arzneitelegramm": "Ein Darmverschluss ist ein unvertretbares Risiko für ein Medizinprodukt." Auch test hat vor den lebensgefährlichen Risiken solcher Quellmittel gewarnt, wenn sie nicht mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden.

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