South Beach

Schlankheitsdiäten Meldung

Diät-Hype aus Florida. Ausgetüftelt hat die South-Beach-Diät der Kardiologe Dr. Artur Agatston aus Miami. Wie seinem Vorgänger Atkins war ihm aufgefallen, dass die übliche, vermeintlich herzgesunde Abspeckkost bei den meisten Patienten nicht funktioniert. Er entwickelte ein mehrstufiges Programm, bei dem in einer ersten zweiwöchigen Phase Fisch, Meerestiere und mageres Fleisch dominieren, nur Kohlenhydrate extrem reduziert werden.

Was gut daran ist

Anders als Atkins ist die South-Beach-Diät in der weniger strengen zweiten und dritten Phase nicht unbedingt kohlenhydrat­arm. Der Speiseplan lässt sich flexibel zusammenstellen und langfristig einhalten. Neben viel Fisch und Geflügel werden reichlich frische Pflanzenkost und (wenige) Vollkornprodukte empfohlen. Bei hochwertigen Pflanzenfetten darf zugelangt werden.

Was Bedenklich ist

Zumindest die erste Diät-Phase ist zu einseitig. Der extreme Kohlenhydratmangel kann kontraproduktiv wirken und zu Heißhungerattacken führen. Wie bei allen neuen Diäten ist der hohe Eiweißanteil der Kost für Menschen mit Nierenschwäche bedenklich, ein Langzeitnutzen nicht belegt. Zumindest kulinarisch bedauerlich ist auch die schnöde Absage an die Kartoffel, wegen ihres relativ hohen Glyx-Wertes.

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