Schlagbohrmaschine von Norma Schnelltest

Billige Bohrmaschinen sind oft rausgeschmissenes Geld. Im letzten Test schnitt mehr als die Hälfte der Billigbohrer mangelhaft ab. Norma verkauft diese Woche 2-Gang Schlag­bohr­maschinen für 29,99 Euro. Ob sie besser bohren, prüft der Schnelltest.

Kraftvoll

Bei den Bohrversuchen leistet sich das Discounter-Werkzeug keine Schwäche. Für fünf Zentimeter tiefe und 12 Millimeter dicke Löcher in Beton braucht die Bohrmaschine mit dem Namen „Kraft Werkzeuge“ im Durchschnitt gerade mal 17 Sekunden. Im ersten Gang dreht die Maschine 8 Millimeter dicke Holzschrauben problemlos 8 Zentimeter tief in nicht vorgebohrtes Kiefernholz. Das zeugt von reichlich Drehmoment.

Schwaches Bohrfutter

Auch kleinere Schrauben lassen sich dank der im ersten Gang geringen Höchstdrehzahl gefühlvoll einschrauben. Allerdings: Die Billigbohrmaschine läuft etwas nach. Wer die Schraube exakt bündig versenken will, braucht viel Übung und Feingefühl. Das Bohrfutter leistet sich ebenfalls Schwächen. Es hält die Bohrer nicht zuverlässig fest. Vor allem beim Schlagbohren in Beton und Granit verdreht sich der Bohrer immer wieder. Nachspannen hilft kaum. Das Bohrfutter ist einfach zu schwach.

Dauertest bestanden

Im Dauertest schlägt sich die Bohrmaschine von Norma achtbar. Das test-Labor simuliert zehn Jahre Betrieb bei einem Heimwerker. In der Schlagwerksprüfung nutzen sich die für die Schläge verantwortlichen Nocken stark ab. Die Schlagwirkung und damit die Bohrleistung in Stein und Beton lässt deutlich nach. Auch den Motordauerlauftest besteht die Maschine mit normalen Abnutzungserscheinungen. Manch anderer Billigbohrer macht da schon schlapp.

Saubere Griffe

Kein Problem ist die Belastung mit Schadstoffen wie polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und Phthalaten-Weichmachern in den Griffen. Das Chemielabor meldet: Alles im grünen Bereich.

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