Schlaganfall Meldung

Ein Schlaganfall kann jetzt bis zu vier­einhalb Stunden nach dem Verschluss einer Gehirnarterie erfolgreich mit Me­dikamenten behandelt werden – sie lösen das Blutgerinnsel im Kopf auf. Bisher galten drei Stunden als Maximum – Patienten, die später in die Klinik kamen, wurden nicht mehr entsprechend behandelt. Die neue Empfehlung der Europäischen Schlaganfallgesellschaft geht auf eine Studie zurück, die unter Leitung des Heidelberger Neurologen Professor Werner Hacke im Jahr 2008 veröffentlicht und vom britischen Me­dizinjournal Lancet zur wichtigsten medizinischen Veröffentlichung des Jahres gewählt wurde. Die Erkenntnisse erlauben es Ärzten, mehr Patienten als bisher die Folgen eines Schlaganfalls zu ersparen. Unbehandelt führen Schlaganfälle fast immer zu schwerwiegenden Problemen, wie zum Beispiel Lähmungen und anderen Behinderungen. Patienten sollten daher bei ersten Anzeichen selbst leichter Ausfallerscheinungen, wie Sprachstörungen oder Taubheitsgefühl, sofort den Notarzt rufen.

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