Patienten können noch bis zu vier­einhalb Stunden nach einem Schlag­anfall von der Lyse­therapie profitieren – auch über Acht­zigjäh­rige. Das bestätigt eine Metaa­nalyse mit Daten von mehr als 6 700 Studien­teilnehmern, die im Fachjournal „The Lancet“ erschienen ist. Bei der Lysebe­hand­lung bekommt der Patient eine Infusion, die das verursachende Blut­gerinnsel auflösen kann. Die Studie bekräftigt auch: Je früher die Therapie beginnt, desto besser. Die Chance, einen Schlag­anfall ohne schwere Behin­derung zu über­leben, war in den ersten drei Stunden um 75 Prozent höher als in der Vergleichs­gruppe ohne Therapie. Ab drei bis vier­einhalb Stunden danach standen die Chancen immerhin noch um 26 Prozent besser. Bei den über Acht­zigjäh­rigen war die Erfolgs­rate nicht schlechter.

Tipp: Wählen Sie bei Verdacht auf Schlag­anfall sofort 112. Typisch: halb­seitige Lähmung, Taub­heits­gefühl, Sprech- und Sehstörungen, Schwindel, Kopfweh.

Dieser Artikel ist hilfreich. 4 Nutzer finden das hilfreich.