Wege zum Schlaf: Gelassen bleiben

Kinder

Für Kinder sind Einschlafrituale besonders wichtig: Eine Gute-Nacht-Geschichte oder gemeinsames Schmusen beruhigen und helfen, Abstand vom Tag und Vertrauen in die Nacht zu gewinnen. Kleinkinder nicht bei jedem Schreien gleich aus dem Bettchen nehmen, sondern ohne helles Licht zu machen ein paar beruhigende Worte sagen oder wenn nötig die Windeln wechseln. Hat etwa ein Alptraum das Kind erschreckt, sollen Eltern das Kind beruhigen, das Zimmer aber möglichst bald wieder verlassen. Wollen Kinder partout nicht einschlafen oder schreien nachts immer wieder, sollten Eltern nicht immer gleich nachgeben. Auch wenn es herzzerreißend klingt: Kinder lernen nur, ohne fremde Hilfe zu schlafen, wenn Eltern das Schreien und Toben auch mal ignorieren. Eltern können dabei spezielle Methoden ausprobieren, zum Beispiel nach einem exakten Plan jede Nacht ein paar Minuten länger warten, ehe sie ihr Kind beruhigen.

Ältere Menschen

Ältere haben oft unrealistische Vorstellungen über Schlafdauer und Schlafqualität. Schon mit 35 Jahren ist der Schlaf deutlich flacher als bei Teenagern. Mit 70 Jahren sind nachts nicht mehr als fünf bis sechs Stunden Schlaf zu erwarten. Auch häufigeres Aufwachen ist normal, da der Tiefschlafanteil mit zunehmendem Alter abnimmt. Hier ist neben der Änderung störender Schlafgewohnheiten Gelassenheit die beste Medizin. Soziale Kontakte, Hobbys, körperliche und geistige Aktivität sind zudem die besten Mittel, echten Schlafstörungen vorzubeugen. Denn meis-tens sind sie nicht Folge des Alterns, sondern zunehmender Passivität.

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